Druckschrift 
16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

keine solche Absicht hatte? wozu hätte ich es verpallisadirt, mitWaffen und Besatzung versehen, wenn mir's nicht Ernst wäre?"

Ich glaubte, dies; Alles sei geschehen, um einem Ucberfallvvrzubengen, sticht aber in der Hoffnung, eine Belagerung aus-znhalten. Ich möchte nicht gerne alle unsere Weiber und Kinderunter einem Dache eingeschloffen sehen, wenn der Feind ernstlichmit Feuer und Schwert gegen uns anrückte."

Und ich mochte sie eben so wenig anders wo sehen. Dasheißt aber, unsere Zeit verlieren. Ich ließ Euch rufen, Joel,um Eure Meinung über den wahren Charakter unserer Gäste zuerfahren. Habt Ihr mir in diesen, Punkte irgend einen Wink,eine Andeutung zu geben?"

Joel stützte den Ellbogen auf's Knie, legte das Kinn in dieoffene Hand, und schien voll Gutwilligkeit und mit großem Ernsteüber die Frage nachzndenken.

Wenn sich ein Wagehals auffinden ließe, der keck genug märe,mit einer Flagge hiuauszuzichen," bemerkte er endlich,so könnteman in wenigen Minuten die volle Wahrheit erfahren."

Und wen soll ich hiezu verwenden? Am liebsten ginge ichselbst, wenn ein solcher Schritt für einen Manu in meiner Stel-lung militärisch oder izberhaupt ausführbar wäre."

Wenn meines Gleichen Euer Gnaden diene» kann," riefMike plötzlich, obwohl mit ziemlichem Mißtrauen, was nämlichseine Ansicht über die eigene Befähigung betrafso wird Nie-mand vorhanden sein, der hier widerspräche, nnd ich braucheEuch wohl nicht erst zu sagen, daß Ihr über mich ganz wie überEuer Eigenthum verfügen dürft."

Ich glaube kaum, daß Mike paffen würde," bemerkte Joelnicht ganz ohne sein höhnisches Lächeln.Er kann einen Indianerkaum von einem Weiße» unterscheiden, nnd was die Bemalung be-trifft die würde ihn vollends in schreckliche Verlegenheit bringen."

Wenn Ihr glaubt, ich werde mir noch einmal etwas , vonWyandottc. 21