sich nicbts weiter thnn, als fiir kommende wichtige Ereignisse denWeg in etwas anznbahnen.
Mittlerweile begann Evert Beekman, nachdem er eine so sanfte,treuherzige Gattin gewonnen hatte, sich seiner wichtigen politischenPflichten — obwohl mit schwerem Herzen — zn erinnern. Manwußte, daß er ein Regiment ans der neuen Aushebung kommandirensollte, und Benlah hatte ihr zärtliches Herz dermaßen zu bemeistcrngelernt, daß sie ihm, um einer solchen Sache willen, mit anscheinen-der Resignation Lebewohl zn sagen vermochte. Es war in der Thatein merkwürdiges Schauspiel, wie die beiden Schwestern alle ihreGedanken und> Wunsche in öffentlichen Angelegenheiten nur aufBegünstigung der eigensten Gefühle ihres Geschlechts und ihrerinnersten Natur richteten — Mand, fest entschlossen, die königlicheSache aufrecht zn erhalten, die Neuvermählte dagegen, das Panierzn verfechten, dem ihr Gatte Herz und Hand geliehen hatte.
Kapitän Willonghby sprach wenig über politische Gegenstände,doch hatte Bcnlahs Vermählung bei ihm den einen mächtigen Ein-fluß, daß er in der Richtung, welche er nach dem denkwürdigenStreite mit dem Kaplan genommen, noch mehr bestärkt wurde. ObristBeekman war, wenn auch ohne alle glänzenden Geistesgaben, einMann von viel gesundem Verstände; seine Beweise erschienen so klarund praktisch, daß sie weit mehr Gewicht ansübten, als dies; bei denheftigen Partei-Diskussionen jener Zeit der Fall zn sein pflegte.Benlah sah in ihm einen Solon an Scharfsinn und einen Baeo anWeisheit, nnd wenn ihr Vater auch nicht so weit ging, so fand erdoch viel Gefallen an seinem kühl unterscheidenden Verstand undwar sehr geneigt, seinen Ansichten beizupflichten. Der Kaplanblieb jetzt, als unverbesserlich, von den Diskussionen ausgeschlossen.
So war die Mitte Jnni's herangekvmmen, als Obrist Beekmanendlich darauf dachte, sich von seiner Gattin zn trennen, »m znden Schauplätzen thätiger Vorbereitung znrückzukchren, welche erseines jetzigen Besuches halber verlassen hatte. Die Familie warWywNwtte. 13