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wohl glauben werden, wenn Sie hören, was fiir Truppen imGefechte waren: wir zählen im Ganzen etwa dreihundert Todte."
Der Kapitän schwieg eine volle Minute. Bleich und gedan-kenvoll saß er da, denn er erwog im Geiste die wichtigen Folgeneines solchen Ausbruchs. Dann bat er seinen Sohn um eine ge-drängte, aber zusammenhängende Erzählung der ganzen Affaire.
Der Krieger willfahrte seinem Wunsche; er begann mit derSchilderung des allgemeinen Zustandes der Kolonie, und schloßmit einem ziemlich getreuen Berichte des oben erwähnten Ereig-nisses, so weit nämlich diese Treue einem Manne möglich wurde,Lessen Standeseitelkeit und politische Gesinnung zu tief betheiligtwaren, um völlig unparteiisch sein zu können.
Die Ereignisse, welche das hitzige Scharmützel herbeiführten,welches in der Landesgeschichte die Schlacht von Lepington genanntwird, diese selbst mit ihren dctaillirten Begebenheiten — das Allesist dem Leser so genau bekannt, daß wir ihn einer Wiederholungfüglich überhcben dürfen. Der Major erklärte anss Genauestealle militärischen Gesichtspunkte, ließ der Ansdauer und Kühnheitder Provinzialen — so hieß er nämlich seine Feinde, denn da erselbst Amerikaner war, so wollte er sic nicht gleichfalls Amerika-ner nennen — volle Gerechtigkeit widerfahren, und gab alle nurerdenklichen Erläuterungen, die er zur Rechtfertigung seines „Ein-marsches" für nöthig hielt. Er that Ließ eben so sehr um seinerKindes-, wie um seiner Eigenliebe Genüge zu leisten, denn derKapitän zeigte den Verdruß, welchen er als Soldat empfand, sodeutlich, daß es seinem Sohne ernstlich Leid that.
«Dies; Alles znsammengenommcn," fuhr der Major fort, nach-dem er mit der Erzählung der militärischen Manöver zu Endewar, „hatte zur Folge, daß ein sehr gefährlicher Geist über dasganze Land kam, und Gott weiß, was noch daraus werden soll!"
„Und das wolltest du mir also sagen, Robert," versetzte seinVater sehr freundlich. „Du hast wohl gethan, daß du kamst —