bei guter Bewirthschaftnng und reichem Boden gewöhnlich ist.Die Standenpflanznngen, deren der Kapitän seinem englischenGeschmacke zu lieb eine Menge hatte anlcgcn lassen, waren schonin's Laub geschossen, und auch ein Thcil der Wälder begann seingeheimnißvolles Dunkel mit der zarten Blnthcndecke eines ameri-kanischen Frühlings zu verhüllen.
Der frühere Teich war seiner Lage nach ein wahres Wunderländlicher Schönheit. Nirgends eine Spur von Ungleichheit oderUnvollkommenheit; das Ganze bildete ein breites, schöngeformtesBecken, dessen Umrisse von der Natur selbst gezeichnet waren —und sie ist eine Künstlerin, welche selten des wahren Effekts ver-fehlt. Die Ebene war mittelst niederer Gitterzännc in Felder ab-gethcilt, denn der Kapitän mochte kein wildes Thier ans seinenPflanzungen dulden. Scheunen und Ansiengcbände waren niedlichgebaut und zweckmäßig angebracht; die drei bis vier Pfade, welchedahin führten, schlängelten sich in zierlichen Krümmungen über dasFlachland, was die Schönheit der Landschaft bedeutend erhöhte.Hier und dort war tief im Walde eine zierliche Blockhütte mit demnöthigen Zubehöre sichtbar — die Wohnungen einiger Taglöhncr,welche lange daselbst gehaust hatten und ihre Tage hier, wo sie'sgewöhnt waren, zu verleben wünsckttcn. Da die meisten dieser Leutevcrheirathet waren und Familie hatten, so war die Scelenzahl derganzenKolonic mit Einschluß der Kinder, trotz des Kapitäns Wider-willen gegen eine Vergrößerung, ans wett mehr als hundert ange-wachsen, worunter man dreinndzwanzig rüstige Männer zählte. Znihnen gehörten auch die Müller; ihre Mühlen lagen aber in derSchlucht, wohin man sie gleich anfangs verlegt hatte, und warenvon oben nicht sichtbar, so daß die ganze unschöne Umgebung einerSägmühle anS dem reizenden Gemälde ausgeschlossen blieb.
Den interessantesten Punkt der Landschaft, der anch am meistenin die Angen fiel, bildete natürlich das Blockhaus und was dazngehörte. Dorthin wollen wir jetzt anch unsere Aufmerksamkeit lenken