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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
47
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Wenn dir's so einerlei ist, wo dn wohnst," fragte Mike,warnm bleibst dn nicht daheim, nnd läßt unser Einen die Män-tel und Päcke der Damen nach jenem Hause tragen, wohin derKapitän mit seiner Frau so eben gegangen ist?"

Nick sic tragen helfen. Er haben schon hundertmal Sachenfür jene Squaw getragen."

Für wen? Meinst dn etwa Madame Willonghby mitjenem spitzbübischen Namen?"

Ja; Kap'ins Frau Kap'ins Squaw, die meinen ich. Tra-gen Bündel, Korb schon hundertmal für sie."

Ei, so soll mich doch der Himmel vor solcher Frechheit undUnverschämtheit bewahren!" Mit diesen Worten legte derIrländer die Kleiderbündel nieder und blickte dem Indianer mittiefem Unwillen in's Gesicht.Hat man je einen solchen Lügnergehört! Weißt dn auch, Herr alter Nick, daß Madame Wil-longhby von Leuten deinesgleichen nicht einmal den Saum ihresGewands berühren ließe? Sic würde dir nicht einmal erlau-ben, auf demselben Pfade mit ihr zu gehen, viel weniger ihrGepäck zu tragen. Ich setze meinen Kopf zum Pfände, dnbist ein großer Lügner, alter Nick, nnd das von Grund deinesHerzens."

Nick großer Lügner," gab der Indianer gntmüthig zur Ant-wort, denn er kannte seinen Ruf in diesem Punkte zu gut, alsdaß er es zu läugnen für nöthig gehalten hätte.Warnm dennnicht? Lüge manchmal nützlich!"

Das ist was anders! O du infamer Schurke! Ich hättegroße Lust, jetzt gleich über dich herznfallen, um zu sehen, wasein ehrlicher Mann in offenem Kampfe gegen dich vermag! Wennich nur wüßte, was für Zehen dn unter diesen hübschen Dingern,deren dn dich als Schuhe bedienst, an de» Füßen trägst, dannwollte ich dich schon lehren, von unserer Herrin in anderem Tonezu sprechen."