20
ihn noch keineswegs verlassen — ich werde in Zukunft blvsRuhen und dergleichen keimen sehen. In Gottesuamen — dasStück Pergament ist bezahlt, dafür hat Bob das seinigc erhal-ten und der Ucberschns; bleibt in meiner Tasche — was soll ichalso noch mehr darüber klagen? Da kommen ja unsere liebenTöchter, Wilhclmiua, um mir vollends allen Verdruß zu benehmen.DerVaterzweier solcherMädchcn sollte wenigstens glücklich sein."
In diesem Augenblick traten Beulah und Maud Willoughby —das angenommene Kind führte nämlich so gut wie das wirklicheden Familieunamen — in das Zimmer. Sie kamen Beide vonihrem Morgenspaziergang, den ihre Lehrerin ihnen aubefvhlen hatte— dieVorsteheriu eines Dameuiustituts, wo sie die feinste Erziehung,was nämlich damals in Amerika als solche galt, erhalten sollten.
Und wahrlich, ihre Eltern hatten alle Ursache, ans Beide stolzzu sein! Beulah, die ältere, zählte eben eilf Jahre; ihre Schwesterwar um achtzehn Monate jünger. Die Erstere hatte etwas Ge-setztes, obwohl auch viele Heiterkeit in ihrem Wese»; blühendeWangen, klare Augen und ein süßes Lächeln waren ihr eigen-thümlich. Maud — dies; war das Adoptivkind — entwickelteschon jetzt die strahlende Miene eines Engels, sah aber dabei ebenso gesund ans wie ihre Schwester; ihr Gesicht zeigte mehr Fein-heit, ihre Blicke mehr Geist, ihr Mnthwille mehr Gefühl; ihr-Lächeln war heute zärtlicher und morgen ausdrucksvoller, als dasihrer Schwester. Wir brauchen kaum beiznfügen, daß Beide jeneZartheit in den Umrissen besaßen, welche allen Franengestalten indiesem Lande unzertrennlich eigen zu sein scheint. Was damalsunter Personen ihres Standes vielleicht gewöhnlicher als heut zuTage war: — Beide sprachen das Englische mit Feinheit undtadelfreiem Accent, der eben so wenig Provinzialismen, als Ge-zwungenheit hören ließ. Das Holländische war dazumal in Albanynoch sehr verbreitet, und die meisten Frauen holländischen Ursprungsließen im Anssprechen des Englischen einen leisen Anstrich ihrer