zeichnet, ein massives Siegel darunter geklebt, und „Willonghby'sPatent" fand in der Registratur, sowie ans den Karten der Ko-lonie seine geeignete Stelle. Doch halt, hier wären wir im Be-griff, den Leser zu tauschen — das Patent fand ans den Kolonial-kartcn zwar eine, aber nicht seine Stelle, denn bei einer späterenAnfnahme fand sich's, daß cs vierzig bis fünfzig Meilen zu weitwestlich angegeben war. Dies; war übrigens gerade nichts Auf-fallendes, da in allen neuen Distrikten solche Irrungen beim Ver-messen mitnnterliefcn- So kam es, das; kaum fünfundzwanzigMeilen von der Stadt New-Iork ein Landgut, bei welchem wirzufällig selbst betheiligt sind, blos deshalb mehrere Quadratmeilenvnd dadurch seine schöne Abrundung verlor, weil es höchst auf-dringlicher Weise in eine andere Kolonie hineinlief — und daßein anderes Patent ganz in unserer Nähe durch die Ansprüchezweier älterer Dokumente sogar völlig annnllirt wurde.
„Willonghby's Patent" blieb übrigens von solchem Unheil ver-schont. Das Land wurde anfgefnndcn mit all' seinen „bezeichnctenoder an gehauenen Bäumen", seinen „Steinhaufen", „Wallnuß-winkeln" und „abgestandenen Eichen". Kurz Alles war in Ordnung,sogar die Qualität des Bodens und des Biberteiches, sowie dieGröße des Ganzen. Was letztere betrifft, so war in der Kolonieüberhaupt niemals „gestrichenes Maas;" eingeführt, denn tausendMorgen ans dem Papier betrugen selten unter cilf- bis zwölf-hnndert in natura. So ergab sich denn auch hintennach, das; diesechstausend zweihundert und scchsnndvierzig Morgen von „Wil-longhby's Patent" in Wirklichkeit ein Gebiet von siebentausendund zweinndnennzig Morgen trefflichen Bodens umfaßten.
Wir sehen zwar recht wohl ein, daß eine genaue Schilderungdes Fortschreitend der neuen Niederlassung so ziemlich dasselbe In-teresse wie Robinson Crnsoe's Geschichte ansprechen dürfte, könnenuns aber gleichwohl nicht erlauben, von dem Verfahren des Kapi-täns bei der Besitznahme mehr als eine bloße Skizze zu geben.