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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
571
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sich mancherlei romantische Ideen über Rnhm und E!>re gebildet,und wollte jede Unternehmung geheim halten, worin er nicht eineseinen Ruhm vermehrende Rolle gespielt hatte. Durch ein feier-liches Gelübde, welches ich damals gab, gebunden, habe ich bis jetztimmer vermieden, seinen Namen zu nennen jetzt ist er todt!"

Kann wohl zwischen ihm nnd Alice Dnnscombe irgend eineVerbindung bestanden haben?" fuhr Cäcilic fort, und lies; die Händenachdenklich in den Schvoß sinken.In jener Nacht, als Katha-rina und ich selbst dich in deinem Gefängnisse besuchten, traf sieauf ihr dringendes Begehren allein mit ihm zusammen, und schondamals flüsterte mir Käthcben in die Ohren, daß die Beiden miteinander bekannt sein müßten. Der Brief, den ich gestern vonAlicen erhielt, war schwarz gesiegelt, und ich fühlte mich durchdie sauste Trauer, womit sie von dem Uebergang aus dieserWelt in eine andere sprach, tief ergriffen!"

Griffith richtete den schnell anffassenden Blick ans seine Gat-tin, wie Einer, vor dessen Augen plötzlich der umhüllende Schleiereines Geheimnisses niedergesnnken ist.

Ja, Cäcilie, deine Bermnthnng ist sicherlich begründet!" riefer dann überrascht.Fünfzigerlei Umstände kommen mir mitdeiner Mnthmaßnng wieder in den Sinn seine Bekanntschaft mitjener abgelegenen Gegend sein früheres.Leben jenes Unter-nehmen seine Kenntnis; der Abtei von St. Ruth Alles, Allesbestätigt deine Meinung. Doch jedenfalls war er ein Mannvon ausgezeichnetem Charakter!"

»Warn»; ist er nicht unter uns geblieben," fragte Cäcilic;erschien doch unserer Sache treu ergeben?"

Seine Anhänglichkeit an Amerika entsprang aus seiner Hanpt-leidenschaft der Ruhmbegierde, vielleicht auch einigermaßen ansRache über eine Ungerechtigkeit, die er, wie er behauptete, von seineneigenen Landsleuten erfahren hatte. Er war ein Mensch, und alsoauch nicht ohne Schwächen, worunter wohl auch die Ueberschätzung