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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
551
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meine politischen »nd religiösen Ueberzengnngen zu ändern ich ich ich liebte meinen König Gott segne ihn"

Leiser und immer leiser wurden seine Worte, je länger ersprach; mit dem letzten Segenswünsche, welchen selbst der stolzesteMonarch als die höchste Gabe eines so edlen Menschen verehrenmußte war der Athen; von seinen bläulichen Lippen entflohen.

Sein Leichnam wurde sogleich von den Dienern in eines vonde» Staatszimmern gebracht; Griffith und Barnstablc führte» diebeiden Nichten in die Hintcrkajüte auf ein am Stern des Schiffesangelehntes Sopha, wo sie dieselben unter bitter» Thränen, ein-ander in den Armen liegend, znrnckließen.

Kein Thcil der vorangegangenen Scene war von Boltrope unbe-achtet geblieben, und selbst seine kleinen gefühllosen Auge» schienenvon einer edlen Empfindung zu strahlen, als die beiden jungenMänner in das Staatszimmer zurnckkehrten. Beide näherten sichihrem verwundeten Kameraden, um sich bei ihm wegen der schein-baren Vernachlässigung ihres bisherigenBenchmenszu entschuldigen.

Ich hörte vvn Eurer Verwundung, Boltrope," sagte Griffith,und faßte freundlich seine Hand;da ich aber weiß," daß Euch soein kleines Merkzeichen durch eine feindliche Kugel eben nichtsNeues ist, so hoffe ich, daß wir Euch bald wieder ans dem Ver-decke sehe» werden."

»Ja, ja," erwiederte der Meister,Ihr werdet gerade keinFernglas nöthig haben, um den alten Holk") wieder zu erkennen,wenn er in die Sec hinabgelassen wird. Wie Ihr bemerktet, habeich wohl schon früher manchen Schuß erhalten, der mir meinLanftakel hier und dort zerfetzte und zuweilen auch einen Splitterans meinen Jnhölzer» heransschlng der Bursche aber hat seinenWeg bis in mein Brodmagazin gefunden, und mit dem Kreuzenist's jetzt ans für dieses Leben!"

Gewiß steht die Sache nicht so schlimm, ehrlicher David,"

") Rumps eines abgetakelten Schiffes.

D. N.