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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Zweiunddreißigstes Kapitel

Antworte mir: steh' und enthülle dich!

Hamlet.

Während der Zeit, welche seit dem Allgenblicke, da der Lootseseine Landung bewerkstelligt hatte, verstrichen war, hatte dieAlacrity unter dem Befehle Mr. Boltropc's, des Oberbootsmannsder Fregatte, an der Küste hin- und hergekrenzt und war vollkom-men bereit, die Seeleute nach glücklich abgelanfenem Zuge wiedereinzunehmen. Der Wind hatte sich gegen Abend allmählig vonNordost gegen Süden nmgedreht, und schon lange bevor die mitt-lere Nachtwache eintrat, hatte der vorsichtige, alte Seemann,der, wie man sich wohl erinnern wird, in dem früher gehaltenenKriegsrathe eine so entschiedene Abneigung vor einer Landung ansbrittischem Boden verrathen hatte, dem Manne am Steuerruderbefohlen, den Kutter nach dem Lande zu lenken. So oft das Lothihnen den Moment anzeigte, wo ein Wenden des Schiffes rathsamerschien, wurde der Kurs des Schiffes geändert, und auf diese Artverstrichen den Seeleuten die Stunden in ruhiger Erwartung biszu der Ankunft der Abenteurer.

Der Oberbootsmann, der seine Jugend als Kommandant ver-schiedener Handelsschiffe verlebt hatte, hielt, wie so viele seinesStandes und seiner Herkunft, den gänzlichen Mangel an feinerLebensart für den sichersten Beweis eines wahren Seemannsbernfs,und verachtete demzufolge von ganzem Herzen die auf Kriegs-schiffen einheimische Höflichkeit und anständige Sitte. Die besondereArt seines Dienstes, der ihm die Oberaufsicht über den Verbrauchder Schiffsvorräthe in den verschiedenen Unterabtheilungen, dieFührung des Logbuchs und die tägliche Untersuchung des Segel-nnd Tanwerks der Fregatte zur Pflicht machte, brachte ihn mit denmunteren, lachlustigen, sorglosen, jungen Lieutenants, die gewöhnlich