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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Wiederholt und ernst ertönte der Ruf nach dem Schalnppensührer;doch ohne eine Antwort zn geben, schüttelte Tom »nr mit.d.emKopf und hielt immer noch das Steuerruder in der Hand, wäh-rend seine Blicke fest ans das Wasserchaos geheftet waren, demsie sich nunmehr näherten. Auch das Ansschiffboot, das größerevon den beiden, wurde von seinen Berghöher» losgehanen *); derLärm und das Getümmel des Augenblicks machte die Menge eineZcitlang fühllos gegen die sie rings umgebenden Schrecknisse.

Bald aber machte der laute, heisere Ruf des Schalnppcn-führers:Seht euch vor! rettet euch!" auch diesen Anstren-gungen ein Ende; der Ariel wurde im nächsten Augenblick voneiner Woge cmporgehoben, die plötzlich unter ihm zerrann, undsaß mit einem Male fest ans dem Felsen. Die Erschütterung warso heftig, daß Alle, welche den Warnnngsrnf nicht beachtet hat-ten, zn Boden geworfen wurden; ein allgemeines Zittern dnrch-drang das Schiff, gleich dem letzten Schauder bei dem Todes-kampfe eines belebten Wesens. Einen Augenblick lang glaubtendie Unerfahrensten unter der Mannschaft, hie Gefahr sei vorüber;doch eine höhere Woge folgte der vorhergegangenen, hob das Schiffabermals empor und schleuderte es mit Heftigkeit noch weiter überdie Felsen hin; in der nächsten Minute brach sie über die Schanzeherein, und überschwemmte mit fast unwiderstehlicher Wnth dieVerdecke des Schooncrs. Schaudernd sahen die Matrosen daslosgemachte Boot unter ihren Händen weggerisscn und gegen denFuß der Klippen geschlendert; als die Wasser endlich znrücktraten,war ringsum auch nicht eine Spur von den Trümmern desselbenzn entdecken. Uebrigens hatte die mächtige Woge das Schiff ineine Lage gebracht, die sein Verdeck gewissermaßen gegen die Wnthder nachfolgenden Wellen sicher stellte.

*) Das große Boot hängt nicht, wie die kleineren, an den Außenwänden desSchiffs, sondern ist auf dem Verdecke selbst zwischen starken Latten, den ,Bergl)ölzern',eingespannt. D. U.