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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
276
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blickliches Verschwinden zuvorkommend, schritt der Marineoffizier mitbedächtigen Schritten dnrch das niedere Gehölz, und noch einigeMinuten lang hörte man seine verhallenden Fußtritte. Währenddieses knrzen Zeitraums lehnte der Lootse in tiefem Schweigen aneiner Ecke der Ruine, und erst, als Manuals Schritte nicht längergehört wurde», trat er ans den tiefere» Schatten des Gemäuershervor, und näherte sich seinem jugendlichen Gefährten.

Wir verdanke» dem Marinekapitän unsere Rettung," spracher;ich hoffe, wir werden dnrch seine Thorheit nicht aufs Nenein Gefahr gerathen."

Er ist, was Barnstablc eine» rechtwinkligen Mann zu nennenpflegt," antwortete Griffith;ein kühner Geselle bei gefährlichenUnternehmungen; nur meint er, in Sachen seines Faches stets seineneigenen Weg gehen zu muffen. Wenn wir ihn davon abhaltcnkönnen, daß er uns nicht durch seine närrische Parade einer Gefahraussetzt, so haben wir jedenfalls an ihm einen Mann, der im Falleder Noth wie ein ächter Soldat sich benehmen wird."

Das ist Alles, was ich wissen will; bis znm letzten Augen-blick darf er sich mit seinen Leuten nicht von der Stelle rühren;denn werden wir entdeckt, so ist jeder Versuch, mit nnsern zwanzigBajonetten und einer oder zwei Halbpicken ") gegen die Macht,die uns erdrücken würde, gänzlich nutzlos."

Die Richtigkeit Eurer Ansicht ist nur zu klar," antworteteGriffith;zur Zeit des Sturmes können diese Bursche auf der Seewohl eine ganze Woche unausgesetzt fortfchlafen; so bald sic aber dasLand riechen, wache» sie auf, und ich fürchte, es wird ein schweresStück Arbeit werden, sie den Tag über ruhig beisammen zu behalten."

Und doch muß es geschehen, Sir, und nöthigenfalls mit Ge-walt, wenn gute Worte nichts mehr fruchten wollen," sprach ernstder Lootse.Hätten wir sonst Niemand, als diesen betrunkenen

'1 So nennt man die kurze, speerartigc Waffe, deren sich die Seeleute dein,Kampfe und auch zum Entern bedienen. D. N.