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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Gegners, und als er ihm endlich näher gekommen war, gab erBefehl, ei» allgemeines Fener zn eröffnen. Jetzt wurde derKampf auf beiden Seiten hitzig und lebhaft. Der Wind wurdevon dem fortwährenden Kanonendonner zurückgedrängt und konntedie weiße Decke gekräuselten Rauches nicht weiter leewärts treiben;so blieb diese über dem Ariel hängen, oder folgte, auf den Wassernruhend, dessen Spur, und bczeichnete dadurch den Pfad, auf welchemer dem noch tätlicheren Nahgefechte cntgegcnzog. Das Geschreider jungen Matrosen, während sie die Werkzeuge des Todes rich-teten, wurde immer heftiger und wilder, nur der Schalnppenführcrverrichtete sein Geschäft mit der schweigsamen Geschicklichkeit einesMannes, der nur in seinem gewöhnlichen Berufe thätig ist. Barn-stable war ungewöhnlich ruhig und gefaßt, und behauptete die ernsteHaltung eines Kommandanten, von welchem der glückliche Ausgangdes Kampfes abhängt, während sein schwarzes Auge zn gleicherZeit von unterdrücktem Feuer leuchtete.

Gcbt's ihnen, meine Jungen!" rief er gelegentlich so laut,daß man's mitten unter dem Donner der Kanonen vernehmenkonnte;kümmert euch nicht um ihr Takelwerk, Kinder, zielt nurans ihre Bolzen, und macht eure Lücken brav unter dem Lanfstag."

Aber auch der Engländer spielte unterdessen ein männlichesSpiel. Er hatte zwar durch die ferne Kanonade, die er mit feinemGeschütze nicht erwiedcrn konnte, bereits schweren Verlust erlitten,suchte aber jetzt ans allen Kräften den Fehler wieder gut znmachen, den er nach seiner Meinung durch das Anfnehmen desKampfes begangen hatte. Die beiden Schiffe kamen sich allmähligimmer näher, bis eine große Wolke sic verhüllte, die durch ihrFeuer immer dichter wurde, und, ihre schwarzen Massen ringsumherziehend, Beide den neugierigen Blicken der theilnehmcndenZuschauer auf den Klippen entzog. Der schwere Donner der Ka-nonen mischte sich jetzt mit dem Knattern der Musketen nnd Pi-stolen; Fenerströme sah man gleich Blitzstrahlen ans der weißcir