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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Barnstable schaute noch einmal ans seine Uhr und dann ansdie Klippen; endlich ries er in munterem Tone:

Nun frisch drauf losgcrndert, meine Herzensjnngen! ELscheint, wir haben doch nichts Besseres zu thun so laßt unseinmal einen Streich mit der Harpune ans diesen unverschämtenBurschen versuchen."

Die Matrosen antworteten mit einem Frendengeschrei: selbstder alte Schalnppenführer verzog sein feierliches Gesicht zu einemLächeln, während das Wallfischboot gleich einem Wettrenner dahin-flvg. Indem sie nun auf ihre Beute losrudertcn/ erhob sichder lange Tom ans seiner znsammengekrümmten Stellung imHintcrthcile des Boots, und schob seine ungeheure Gestalt nachdem Vordertheile, wo er alle nöthigcn Vorkehrungen traf, um beider ersten Gelegenheit seine Harpune nach dem Wallfische anszu-wersen. Die Tonne, welche ungefähr die Hälfte einer Wallfisch-leine enthielt, wurde zu Barnstable's Füßen niedergelegt; dieser hatteeinstweilen ein Riemenblatt") zur Hand genommen und das Steuer-ruder los machen lassen, um das Boot, während es auf der Stellestand, im Nothfalle augenblicklich nmwcnden zu können. Das Un-geheuer der Tiefe merkte nicht das Geringste von ihrer Annähe-rung, sondern fuhr fort, sich mit Emporwerfen seiner hohe», kreis-förmigen Wasserstrahlen zu belustigen oder auch gelegentlich diebreiten Flößen seines Schweifes in graziöser Bewegung, aber mitfurchtbarer Gewalt in die Luft zu schlendern. Erst, als die kühnenMatrosen nur noch wenige hundert Fuß von ihm entfernt waren,tancbte das Thier mit dem Kopfe plötzlich unter, hob den riesigenKörper ohne scheinbare Anstrengung viele Fuß hoch über dasWasser empor, und warf seinen Schwanz mit einem gewaltigen,zischenden Geräusche umher, das dem Brausen des Sturmwindesvollkommen ähnlich war.

Der Schalnppenführer stand aufrecht in seinem Boot und wiegte

') Kleines Ruder.

D. N.