Druckschrift 
5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

218

seinem Zimmer, wobei er fortwährend Drohungen und Fluchegegen das .Marinekorps und das ganze Geschlecht der Wasseram-phibien', wie er sie nannte, vor sich hinmnrmelte.

Sechzehntes Kapitel.

Auf! Aus! die Brut der Vögel ist schon wach!

Macht rasch die Hunde los und laßt die Falken stiegenDem kühnen Waidwerk will ich meine Zeit jetzt schenken.Nicht länger sie in träger Nuh' vergeuden.

51er Kapitän verbrachte den noch übrigen Thcil der Nachtin dem festen Schlafe eines Berauschten, und wurde am folgendenMorgen erst spät durch den Eintritt seines Dieners aufgeweckt.Das gewöhnliche Trommelsignal half dem Kapitän vollends dieAugen öffnen; er richtete sich in seinem Bette auf, rieb sich tüch-tig, wie immer, die schweren Sehorgane, und wandte sich dannvoll übler Laune an seinen Diener, geneigt, wie es seinen, denarmen Teufel troy seiner Unschuld den Fehler, worüber er sichärgerte, entgelten zu lassen.

Ich meinte doch, Bursche," so fuhr er ihn an,ich hätteSergeant Drill befohlen, so lange wir bei diesem gastfreundlichenalten Obrist im Quartier sind, nie das Kalbfell mit dem Trom-melschlegel zu berühren! Will der Schlingel etwa meine Befehlehintansetzen? oder glaubt er, das Wirbeln seiner Trommel, dasin den krummen Gängen der Abtei wiederhallt, sei eine so süßeMelodie, daß er den Schlummer ihrer Bewohner gar wohl damitstören dürfe!"

Ich glaube, Sir," antwortete der Diener,es war ObristHowards eigener Wunsch, daß der Sergeant bei dieser Gelegenheitdie Wache durch die Trommel »nter's Gewehr rufen sollte."

Den Teufel auch! mir scheint, der alte Knabe will nochdann und wann sein eigenes Trommelfell mit diesen vertranten