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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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versprochenermaßen der Anker ansgeworfen, und die Mannschaftmachte sich mit bedächtigem Eifer daran, ihre Feuerwaffen füreinen augenblicklichen Gebrauch in Stand zu stellen. Alles schienmit größter Ordnung nach vorher schon ertheilten Befehlen voll-zogen zu werden; der junge Mann, den wir unter dem NamenGriffith bei unfern Lesern eingeführt haben; sprach selten, unddann immer mit jenem energischen Ausdruck, wie er Personeneigen ist, welche des Gehorsams von Seite» Anderer znm Vorausgewiß sind. Als das Boot nnnmehr ruhig an seinem Anker lag, ^ließ er sich wieder auf de» gepolsterten Sil) der Schaluppe niederund verharrte, den Hut über die Angen gezogen, viele Minuten langin regungslosem Schweigen, scheinbar ganz in Gedanke» vertieft,die der gegenwärtigen Scene wohl völlig fremd sein mochten.Zuweilen sprang er auf und blickte forschend nach seinen Genossenam Ufer: so oft aber dann sein ausdrucksvolles Auge von diesemPunkte weg nach dem weiten Ocean hinausschweifte, belebte sichwieder der kalte und zerstreute Blick, der so oft den lebendigenAusdruck in seinem geistreichen Gesichte verdrängte, und er zeigtedann die verständige und besorgte Miene eines Seemanns voneiner für seine Jahre ungewöhnlichen Erfahrung. Seine sturm-gewohnten, abgehärteten Matrosen hatten ihre Vorbereitungenzum Angriff vollendet, und saßen nun ans ihren Bänken in tiefemSchweigen; die Hände in ihre Jacken gesteckt, erspähten sie miternstem, bedächtigem Eifer jedes Wölkchen, das an dem drohen-den Horizonte emporstieg, »nd wechselten zn wiederholte» Malenbesorgte Blicke mit einander, so oft das Boot von einer jenerschweren Rollwogen, welche mit wachsender Heftigkeit und in zu-nehmender Größe von dem Ocean hereinströmten, höher als ge-wöhnlich empor gehoben wurde.