unbelästigt an der Insel vorüber, und waren bereits, ohne es zuwissen, jenseits der letzten Späher des grimmen Bärenfleisch.
Es war keineswegs schwer, jetzt den Fluß hinab zu gehen, dazu jeder Stunde so viele Canocs auf ihm in Bewegung waren.Der Bienenjäger wußte, welchen Punkten er auszuwcichen hatte,und brauchte die größte Vorsicht, um die Wacken zu vermeiden.
Der Fluß oder die Enge ist kaum eine Meile breit, und in-dem die Canocs sich in der Mitte der Strömung hielten, wo derWind sie begünstigte, trieben sie unentdeckt an der Stadt, damalseinem unbedeutenden Dorfe, vorbei.
Sobald die Canoes weit genug nach unten gekommen waren,wurden sie wieder gelöst, und jedes breitete sein Segel aus. DasWasser war glatt, und noch ehe der Tag kam, waren die Flücht-linge vor Maldck, aber in dem amerikanischen Kanal. Wäre letzte-res aber auch nicht der Fall gewesen, so würde dieß die Gefahrnicht gesteigert haben. Die Amerikaner waren durch Hull's Ka-pitulation so vollständig unter das Joch gebracht worden, und dieZahl der indianischen Bundesgenossen Englands war so groß, daßman kaum darauf geachtet haben würde, ob ein Canoe mehr oderweniger vorüber lief.
Michigan war zu jener Zeit fast nur dem Namen nach eineProvinz. Das Gebiet war allerdings ausgedehnt, aber die ganzeBevölkerung belief sich nicht höher als die eines mäßigen englischenMarktfleckens, und Detroit galt damals für einen entlegenen, ver-einsamten Posten. Mackinaw und Chicago lagen freilich noch fer-ner und verlassener, ein englisches Heer aber, in dessen BesitzDetroit war, konnte von den Amerikanern auf der Landseite nurangegriffen werden, wenn diese sich durch einen großen Strich fastunzugänglicher Wildniß durchgearbeitet hätten. Im folgendenJahre geschah dieß allerdings, denn cs bedarf stets der Zeit, umJonathan's militärische Kraft zu wecken. Ist sie einmal erwacht,dann pflegt er nicht zu scherzen, wie alle seine Feinde wohl gewahr