Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
496
Einzelbild herunterladen
 

zulegcn, so daß sie vollkommen versteckt waren. Kein Indianer-Würde sich einem solchen Verstecke anvertraut haben, hätte mannicht deutlich gesehen, daß die Bäume zu einem besonder» Zweckegefällt waren, oder wenn die Anordnung des Gezweiges sich alseine absichtliche erwiesen hätte. Dicß war aber nicht der Fall,denn die Hand des Chippcwa hatte Alles so geschickt einge-richtet, daß Niemand gewahrte, was hier vollbracht worden.Man konnte sagen, er habe der Natur nachgeholfen, statt sie zuverunstalten.

Die Canoe's ruderten dicht unter dem Ufer entlang, als dieSchaar in dem Wald ankam und den Platz, wenn man so sagendarf, zu umschließen begann. Wenn die Wilden nicht ihre ganzeAufmerksamkeit der Hütte zugeweudet hätten, möchten wohl um-spähende Augen eines oder das andere der Canoe's entdeckt haben,da die Ungleichheit des Ufers sie dann und wann auf Augenblickebloßstellte. Diese Gefahr schwand jedoch bald, und als die Flücht-linge eine Landspitze hinter sich hatten, waren sie vor Jedem ge-sichert, der sich nicht zufällig jenem Theile des Ufers näherte. Hierbegann jedoch der Moorgrund, und da der Boden naß und schmie-rig war, konnte man nicht erwarten, daß Jemand sich diesem Be-reiche nähern werde. Der Fluß drängte sich durch diesen Moorstrichund war auf beiden Seiten von dichtem Wald umgeben, obgleichdieser keine große Ausdehnung hatte.

Als Peter diese buchtartige Flußstrecke erreicht hatte, athmcteer freier und gab sich dem Gefühle größerer Sicherheit hin. SeineZüge drückten die innere Beruhigung aus, denn er wußte, daß sievorerst geborgen seien, wenn sich nicht einer der Wilden in denMoorgrund verirrte, was sehr unwahrscheinlich war. Als er weitgenug nach oben gekommen war, wendete er das Canoe, ruderteüber den Fluß, und führte bald alle Boote in das von Tauben-flügel bereitete Versteck.

Das guter Platz," bemerkte der große Häuptling, sobald die