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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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artige Gabe, welche er oft zum Verderben Derer gebrauchte, dieweit über ihm standen. Mau nannte ihn nurdas Wiesel",ein Beiname, welchen mau ihm wegen seiner Aehnlichkcit mit die-sem diebischen, gaunerhaften kleinen Thiere gegeben hatte. Seineäußere Erscheinung war gemein, und nichts weniger als anziehend,und schmutzige Sitten trugen dazu bei, ihn noch abstoßender zumachen, als er sonst gewesen wäre. Er war übcrdicß derUnmäßig-keit ergeben, denn er schwelgte Tag und Nächte lang, wenn seinStamm eine reichliche Sendung Feuerwasser erhielt, welches maudamals mehr als jetzt den Urbewohnern zu schicke» pflegte. DaWiesel ein Krieger ohne Namen und ei» so schlechter Jäger war,daß sein Squaw und seine Pappnse oft in fremden Hütten umNahrung betteln mußten, da er von gemeinem Aeußeru undein Trunkenbold war, muß es auffallen, daß er unter so vielenHäuptlingen, welche sich durch Muth, Klugheit, ruhmvolle Thatenim Kriege und auf der Jagd und durch wichtige Dienste am Bc-rathnngsfeuer auszeichnetcn, irgend Einfluß gehabt haben soll. Erverdankte diesen lediglich seiner Zunge.

Ungque, oder das Wiesel, war im höchsten Grade beredt, undbesaß jene Geschmeidigkeit seiner Kunst, welche sich meistens an dieLeidenschaften wendet, und der Mensch läßt sich, so seltsam dießauch klingen mag, öfter und leichter von denen täuschen, die nurversprechen, als von solchen, die in der That Etwas vollbringen.Eine geläufige Lügeuzunge ist bei der große» Menge an sich schoneine Macht, sie verdreht die Wahrheit, blendet die Gerechtig-keit, trotzt der Vernunft und gibt dem Unrecht den Vorrang vordem Recht.

Diese Eigenschaft besaß Wiesel in hohem Grad, und war stetsbereit, jede Gelegenheit zu benützen, um denen zu schaden, die erhaßte. Zu diesen gehörte Peter, dessen anerkanntes Uebergewichtbei seinem eigenen Stamm eine mächtige Quelle des Neides undder Unbehaglichkeit.für Liesen Indianer war. Er hatte mühsam