352
Abwechslung zu geben. Als Ganzes war sie des Waldes baar, alswenn die Axt tausend Jahre früher hier geschwungen worden wäre,allein es fehlte nicht an Bäumen. Im Gegenthcile waren deren inFülle zu sehen, die nicht zu erwähnen, welche den Nahmen dieserreizenden Landschaft bildeten, um jeden Schein von Einförmigkeitzu beseitigen und das ganze Bild in Buseliwerk, kleinere und grö-ßere Baumgruppen und dichteren Waldstreifen zu vertheilen, wieeine natürliche Scenerie durch die Mannigfaltigkeit der Formen undTinten verschönert wird. Wenn Jemand unerwartet hierher ver-setzt worden wäre, würde er geglaubt haben, er blicke ans eine alte,lange gepflegte Ansiedelung, pon welcher man plötzlich alle Geräth-schaften menschlichen Fleißes entfernt hätte. Von Häusern, Neben-banten, Zäunen, Gehegen und Anbau war hier keine Spur, manhätte denn den glatten, grünen Nasen, welcher sich wie ein Teppichausbrcitete und mit Blumen bedeckt war, für ein Erzeugniß derKunst nehmen müsse». Man sah hier die Nascnstücke, die Durch-sichten, die unregelmäßigen Wicsenflächen, die Baumgruppcn undWälder in den gefälligsten Umrissen pon der freien Hand der Naturgebildet, als hätte die vollendetste Kunst sich bemüht, unsere großeGebieterin in einer ihrer anmuthigsten Laune» nachzuahmen.
Die anwesenden Indianer halfen diese Scene in hohem Gradeverschönern. In der neuern Zeit sind Pferde etwas so gewöhnlichesbei den westlichen Stämmen, die ans den ausgedehnten natürlichenWiesen jener Gebiete die nothigen Mittel finden, sie zu erhalten,daß man jetzt kaum ein Gemälde jener Wilden entwerfen kann, ohnesie zu Roß uud dcu Speer schwingend darzustcllen, dieß war jedochin der Zeit, von welcher wir schreiben, nicht der Fall, wie denn dieIndianer in der Nachbarschaft der großen Seeen überhaupt keinenGeschmack an der edeln Reitkunst gehabt zu haben scheinen. KeinHuf irgend einer Art war jetzt sichtbar, die ausgenommen, welchezu einer Heerde Hirsche gehörten, die in einiger Entfernung vonder Stelle, wo le Bourdon und seine Begleitung die Prairie