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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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wenn Gefahr drohen sollte. Unter den Geräthschaften Gershomswar ein Muscheihorn und ein Blechhorn, wie man deren bei denamerikanischen Landbewohnern überall findet, um die Arbeiter vomFelde abzurusen. Das Mnschclhorn erhielten die Männer, um imNothfalle draußen ein Zeichen zu geben, während man das Blech-horn an der Thürc des Shanty aufhängte, damit die Frauen da-von Gebrauch machten, wenn sie cs für nöthig hielten.

Die ganze Gesellschaft war längst zur Ruhe gegangen, dieMitternachtstunde nahte und die tiefste Stille herrschte wcitum inden Lichtungen, als der Bienenjäger durch einen ungewohnten Tonans seinem Schlafe geweckt wurde. Anfangs traute er kaum seinenSinnen, so klagend und doch so wild war der Ton. Es war jedochkein Jrrthnm möglich, cs war das Horn des Shanty, und imNn war er auf den Füßen.

Mittlerweile war auch der Korporal zur Hand und alle Män-ner erschienen unvcrwcilt. Gershom bethätigte bei dieser Gelegen-heit einen Eifer und eine Thätigkeit, welche seinem Herzen und sei-nem Muthe zumal Ehre machten. Er war der Erste, welcher Gat-tin und Schwester zur Hilfe eilte, obgleich le Bourdon ihm dichtauf der Ferse folgte.

Als man das Pallisaden-Thor erreichte, fand man cs geschlossenund von innen vermacht, auch ließ sich Niemand sehen, bis Doro-thea , auf mehrmaligen Anruf in der wohlbekannten Stimme ihresGatten, zum Vorschein kam.

Das Staunen und die Unruhe der beiden Frauen war groß,als sic aus dem Shanty traten. Keine von ihnen hatte das Hornberührt, es hing noch so ruhig und stumm an dem Kloben, alswenn ihm niemals ein Ton entlockt worden wäre.

Als der Bienenjäger diese ausfallende Nachricht hörte, blickteer sich ängstlich um, um sich zu vergewissern, wer wohl abwesendwäre. Niemand fehlte, Niemand schien auch nur eine Ahnung zuhaben, woher dieser unerklärliche Ton gekommen sein könne.