sowie in mancher andern Beziehung ziemlich reich zn werden be-ginnt, sind unS hundert Fälle vorgekommcn, daß Frauen, welche inFülle und Uebcrfluß geboren und erzogen waren, den Schauplatzilncr Jugend, ihre Seide, ihren Atlas, ihre Spitzen, ihr Porzellan,ihr Silbergcräthe, ihren Mahagony freudig verlasse» haben undGatten oder Vater in die Wildnis; gefolgt sind, um dort behilflichzn werden, den Wilden oft die Nahrung, stets aber den endlichenBesitz des BrodcS zu entringen.
Für Dorothea und „Blüthe" war der Wechsel nicht so grellerArt, und die Gewohnheit hatte sie längst auf wildere Scencn, alsdie waren, in welche sie sich nun versetzt sahen, vorbereitet. Beidewaren an die Arbeit gewöhnt, wie Gottlob! das amerikanische Weibgewöhnlich arbeitet, das heißt, in dem Hause, um Alles um sich hernett, behaglich und entsprechend zn gestalten. Sie waren als Haus-hälterinnen erfahren und zeigten bei der Armnth der ihnen zu Ge-bot stehenden Mittel den besten Willen, und le Bourdon sagte derhalb entzückten, halb erröthendcn Margaret, ehe sie noch viernnd-zwanzig Stunden in seinem Shanty war, nur ein Wesen wie siefehle, um die Hütte in eine Wohnung umzuwandcln, welche einesFürsten würdig wäre.
Auch die Küche war eine ganz andere geworden. Von derReinlichkeit abgesehen, wurde das Wildpret schmackhafter, die Ku-chen leichter, das Schweinfleisch weniger fett befunden. In derThal, Margaret verstand die in Amerika so seltene Kunst, einenBraten hcrznrichten, ohne daß er in Fett schwamm und in der Be-reitung von Wildpret-Schnittcn that sie es der besten Köchin zuvor.Sie war auch im Besitze mancher kleinen Knnstgchcimnissc, undwußte z. B. Beeren und Früchte der Wildniß in wohlschmeckendeGerichte zu verwandeln, und Korporal Flint behauptete bald, essei unendlich schade, daß sic nicht in einem Fort wohne, was inseinen Augen so viel hieß, als ihr einen Platz an dem „Comptoir"