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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
145
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Krieger erhielt die ganze Schaar an der Hügelscite Knnde von die-sem Begebniß. Nicht ohne einigen Lärm eilten die Wilden herbeiund der Bienenjäger sah sich sofort von den Indianern umgeben.

Die Zusammenkunft zeichnete sich durch die Selbstbeherrschungund wundervolle Ruhe aus, welche das Benehmen der indianischenKrieger zu charaktcrisircn pflegen, wenn sie auf dem KriegSpfadesind und die Pflichten des mannbasten Kriegers fühlen. DerBiencnjäger gab Mehreren die Hand, welche seinen Gruß mit voll-kommener Ruhe, wenn nicht mit gänzlichem Vertrauen und mitFreundschaft Hinnahmen.

Diese kleine Förmlichkeit bot unserem Helden Gelegenheit, dieschwarzbrauncn Gesichter, von denen er sich umgeben sah, und dietheilwcise grimmig bemalt waren, zu beobachten und zumal übersein Verhalten nachzndcnken.

Er kam auf den glücklichen Einfall, in der Rolle einesMedizin-Mannes*)" aufzntreten und seine Weissagungen undGaukelkünste mit dem willkommenen Gerüche des Whiskey in Ver-bindung zu bringen. Demzufolge fragte er, ob einer der Anwesen-den Englisch spräche, denn er kannte die Ojebway-Sprache, welchevon allen den zahlreichen Stämmen jener weit verbreiteten Nationgesprochen wird, zu wenig, als daß er es hätte wagen dürfen, seineAussagen in ihr laut werden zu lassen. Mehrere verstanden dasEnglische ziemlich gut, einer aber sprach es geläufig genug, umleicht, wenn auch nicht sehr angenehm mit ihm zu verkehren.

Da die Wilden jedoch darauf drangen, das Eanoe zu unter-suchen und zuzusehen, was cs enthielt, che sie ihres Besuchers Aus-sagen hören wollten, mußte le Bourdon sich fügen und den jungenMännern erlauben, ihre Neugierde zu befriedigen.

Der Biencnjäger hatte seinen gefährlichen Ausflug in seinemeigenen Eanoe unternommen. Ehe er jedoch das südliche Ufer ver-

') AIS Zauderer und Wahrsager.Der Biencnjäger.

Der Ucder setz er.10