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Bei allen Stämmen dieses Theils von Nordamerika ist etwasdem demokratischen Prinzip sehr nahe Kommendes ein verstechenderZug ihrer Politik. Es ist jedoch nicht jener falsche Demokratismus,welcher bei uns immer mehr um sich greift, und das „Volk" glau-ben machen will, die Welt sei nur des „Volkes" wegen geschaffen,und der Thätige, der Umsichtige, der geistig Begabte habe sich seinLeben lang nur abgemüht, um das „Volk" die Fruchte seinesFleißes genießen zu lassen, - nur das „Volk" habe Rechte undmüsse in diesen geschützt werden, daß der Gutsbesitzer eben so vielAnspruch auf Schutz hat, wie der Pächter, der Herr wie der Die-ner, —- der Reiche wie der Arme, der Vornehme wie der Troß-bubc, dieß scheint man gänzlich vergessen zu wollen.
Die Indianer verstehen dieß besser. Es leuchtet ihnen ein, daßdie Häuptlinge auf mehr Achtung Anspruch haben, als die Land-streicher in ihren Bezirken, und jenen öffnen sie das Ohr, währendsie cs diesen verschließen. Ihr gesunder Sinn scheint ihnen zu sa-gen, daß die Uebertrcibungen derer, welche sich für hochgeborenhalten, ebenso fern zu halten sind, wie die Uebertrcibungen derTroßbuben. Da sie sich dem Wechsel, um des Wechsels willen,nicht hingcben, müssen ihnen die Lehren unserer „neuen Männer"abgeschmackt erscheinen. JmGegcnthcile, während sie einen eigent-lich erblichen Rang nicht kennen, halten sie auf erbliches Ansehen,und wir zweifeln, ob in ganz Amerika ein rother Mann gefundenwird, welcher so einfältig ist, unter den Gründen, die einen Mannzu einer wichtigen Stelle empfehlen, auch den anzuführcn, daß erin den Pflichten derselben nicht unterrichtet worden sei. Mankann sie nicht des Widerspruchs beschuldigen, daß sie Männer er-heben, weil sie ihre Bildung sich selbst verdanken, während Mil-lionen für Schulen verwendet werde». Sic haben ohne ZweifelDemagogen und Cäsare in ihrer Art, aber sie werden in beschei-denen Schranken gehalten, und nur in seltenen Fällen sündigenjene wie diese gegen die Rechte des Stammes. Da die menschliche