Mulford war am kommenden Morgen zuerst auf. Er verließdas Haus, als die Sonne eben aus dem Meere stieg, und da ersah, daß kein Haifisch nah oder fern war, warf er feine leichte Be-kleidung ab, und sprang in die See. Als er, durch dieses Baderquickt, in das Gebäude zurückkehren wollte, begegnete ihm derGeistliche, welcher ihn aufsuchte.
Dieser Herr, ein Mann von wahrer Frömmigkeit und großerUmficht, hatte in der verflossenen Nacht der Erzählung des jungenMaats mit großer Theilnahme gelauscht, und die auf ihn bezüg-lichen Hindcutungen, so fein sie auch waren, und so zart sic sichkund gaben, waren ihm nicht entgangen.
Er sah sogleich das Paßliche ein, das junge Paar, welchessich in dieser seltsamen Lage befand, zu verbinden, und suchte jetztHarry ans, um ein so erwünschtes Ziel herbeizuführcn, und seineBereitwilligkeit, die heilige Handlung zu verrichten, in seiner ein-fachen Weise zu bethätigen.
Es bedarf kaum der Bemerkung, daß nicht viele Worte nöthigwaren, um den jungen Mann zu überreden, sich seinen Ansichtenzu fügen, und was Rosa betraf, so hatte er ihr einige darauf be-zügliche Zeilen überreicht, welche, wie er glaubte, geeignet waren,ihre Beistimmung zu erwirken.
Eine Stunde später waren alle Offiziere, Harry und Rosain dem großen Zimmer des Leuchtthurms versammelt. Der wohl-ehrwürdige Herr Hollins hatte zwar seine Amtskleidung nicht, aberer hatte, was weit besser war, Gefühl und Frömmigkeit. DasGebetbuch war sein steter Begleiter, und er trug die Trauuugsfor-mel mit einer Feierlichkeit vor, welche sich allen Anwesenden mit-thcilte. Der Ring war derselbe, welche bei der Trauung der El-tern Roscrs gebraucht worden war, und den sie gewöhnlich, obgleichnicht an der linken Hand, zu tragen pflegte. Mit einem Worte,Harry und Rosa wurden auf dieser einsamen und säst unbekanntenInsel so innig und gesetzlich getraut, wie es der Fall gewesen wäre,