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28 (1854) Kapitän Spike, oder die Golf-Inseln : Roman
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Der Fels, auf welchem man den Maat ausgcsetzt hatte, wareben, und nirgends konnte sich auf seiner Fläche frisches Wasser,wie die letzten Regenschauer cs gespendet, sammeln. Hans erinnertesich auch, daß weder Seegras noch Schalthiere dort zu finden wa-ren. Mit einem Worte, die verfeinertste Bosheit Spike's hättekeinen passender» Ort wählen können, um sein Opfer zu ver-derben.

Tier hatte aber gehört, was Mulford seiner Verlobten in Be-treff der Art, wie er desselben Morgens das Riff entlang gewatetund geschwommen, erzählt hatte, und er sagte sich alsbald, der jungeMann habe zu viel Muth und Thatkraft, um hilflos und ruhig aufeinem nackten Fels dem Tode entgegen zu harren, so lange sich eineMöglichkeit bot, das Leben wenigstens zu fristen, wenn nicht Ret-tung zu finden.

Dies« veranlagte den wackern Burschen, sein Glas langsamüber das Wasser und die Richtung der sichtbaren Klippen entlangstreifen zu lassen. Lange war sein Suchen vergeblich, denn dieEntfernung machte einen solchen Ausguck nicht allein schwierig,sondern angreifend. Schon war Tier im Begriffe, alles Nachsuchenverzweifelnd aufzugeben, als er das Glas noch einmal zur Handnahm und der Brigg näherte, sowohl um die Bootskanäle desRiffs im Allgemeinen in's Auge zu fassen, als in der Hoffnung,Harry vielleicht zu finden, als er eines Gegenstandes ansichtigward, der sich in dem Wasser zu bewegen schien.

Er sah ihn nur einen Augenblick, als sein Glas langsam überdas Wasser streifte; es drängte sich ihm aber auf, daß es etwasLebendiges sein müsse und sich wirklich bewege. Er richtete dasGlas wieder auf denselben Punkt und fand nach längerem Aus-guck, was er so sehnlich suchte. Ein scharfer Hinblick sagte ihm,daß er recht habe. Es war ohne Frage ein Mann, welcher bis anden Gürtel in dem seichten Wasser des Riffes watete, und esmußte Mulford sein.