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Hier ließ Spike Anker werfen, um den Morgen zu erwar-ten, ehe er sich weiter wagte.
Rosa war diesen ganzen schreckenvollen Tag in ihrer Kajüte ge-blieben, trostlos, keines Wortes fähig und, wie man sich wohl den-ken kann, zum Sprechen auch nicht aufgelegt. Jetzt fühlte sie, wiewenig der schwache Geist ihrer Tante geeignet war, ihr in ihrerunglücklichen Lage Trost zu spenden. Indessen blieb die zärtlicheSorgfalt der Mistreß Budd, sowie die ihrer treuen Dienerin Biddy,nicht ohne wohlthuenden Einfluß, und Vernunft und Ergebungbegannen bald ihre Macht auf ein Wesen zu üben, deren Charak-stärke sich schon mehrfach erprobt hatte.
Stets aber schwebte das schreckliche Bild Harry's, welcher in-mitten der einsamen Gewässer auf dem öden Fels sich einem lang-samen Tode preisgegcben sah, vor ihrem Geiste, und schien sie anden Abgrund des Wahnsinns reißen zu wollen. Das Gebet brachtejedoch, wie immer, Tröstung in ihre Brust, und wir sagen blosdie Wahrheit, wenn wir berichten, daß sie fast die Hälfte diesesfurchtbaren Nachmittags auf ihren Knieen hinbrachte.
Was Hans Tier betrifft, so wurde er an Bord der Swashziemlich so ausgenommen, als wenn nichts vorgefallen wäre. Spikewar wenigstens fünfzig Mal an ihm vorübergekommen, ohne ihmeinen zornigen Blick oder ein tadelndes Wort zuzuwenden, und derViceproviantmeister übernahm die Pflichten seines Amtes wieder,ohne irgend Tadel oder Zurückweisung zu begegnen.
Die einzige Hindeutung auf seine neuesten Abenteuer wurdein einer Unterhaltung laut, welche in der Kambüse stattfand,und an der Hans selbst, Josh, der Proviantmeister, und Simon,der Koch, Theil nahmen.
„Ich mich doch wundern, Hans, wo Ihr mit den Frauen aufdem Riff dort herumgestöbert," sagte Josh, nachdem er die Kajü-tensuppe gekostet hatte, um zu wissen, ob sie bald nach seinem Ge-schmacke sei. „Ich glauben, es ist nicht sehr lustig dort unter den