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schon fest entschlafen war. Hans fand ein Plätzchen auf Mulsord'sSegeln, und auch ihn suchte der Schlaf alsbald heim.
Mistreß Budd fühlte sich, die Wahrheit zu sagen, in der erstenhalben Stunde nicht ganz so behaglich in ihrer neuen Lage, als siedieß erwartet hatte. Meer und Wind waren allerdings ruhig;aber die Wittwe fand sich durch das Gefühl ihrer Verantwortlich-keit und durch die Neuheit ihrer Lage ziemlich bedrängt. Hundert-mal batte sie gesagt und sich auch gedacht, sie würde mit Entzückendiese Stelle einnehmeu, welche sie jetzt wirklich inne hatte, d. h.die erste Wache halten. Wie es aber so oft zu geschehen pflegt,entsprach auch hier die Wirklichkeit den Erwartungen durchausnicht. Sie wünschte, sich thätig zu erweisen; aber sie wußte nicht,wie sie dieß anfangen solle.
Biddy war noch schlimmer daran, als ihre Herrin. Die Er-fahrungen eines Monats, ja die Erfahrungen eines Jahres würdenihr nie die Geheimnisse eines Tauwerks enthüllt haben. MistreßBudd hatte sie an das „Rad" gestellt, wie sie es nannte, obgleichdas Schiff kein Rad hatte, sondern mit der Ruderpinne gesteuertwurde. Als die Wittwe Biddy an das Ruder anstellte, sagte sieihr, sie müsse „Künste am Rade" machen, es der Phantasie derJrländerin überlassend, ausfindig zu machen, was dieß für Künstewären. Da es Biddy nicht gelang, dieses Geheimniß zu ergrün-den, begnügte sie sich, nichts zu thun; und Nichts war vielleicht indiesem Augenblicke das Beste, was sie thun konnte.
In den ersten vier Stunden der. Wache war nur wenig zubeschaffen. Während dieser ganzen Zeit schlief Rosa auf ihremLager, Mulford und Tier auf ihren Segcltüchern; Biddy ließdas Ruder selbst seine Künste machen, legte sich auf das Deckund schlief so gesund, als wäre sie in der Grafschaft Down.
Diese Ruhe sollte aber ihr Ende finden. Der Wind begannplötzlich zu blasen. Zuerst kam die Bö in einzelnen Stößen, welcheweder sehr stark, noch sehr andauernd waren. Dieß veranlaßte