verandaähnlichen Vordecke, die jedoch ziemlich geräumig war. Was-ser war keines da, das in dem Fasse und das des Meeres ausge-nommen. Die Vegetation war ziemlich ärmlich, und bestand nuraus langem, drahtähnlichcm Grase und da und dort zerstreutem,verkümmertem Buschwerk. Der Sand war jedoch ziemlich fest, be-sonders um den Strand, und ein Spaziergang war nichts wenigerals unangenehm. Rosa ahnte nicht, daß diese Insel einige Tagefrüher ein unerträglicher Aufenthalt gewesen wäre, da es hier vonMoskitos, Stechfliegen und anderen ähnlichen Insekten dieser Quä-lersamile gewimmelt hatte; mit den Strömungen des Orkans waraber alles Dieß für den Augenblick verschwunden. Wir müssenSpike Gerechtigkeit widerfahren lassen, und bemerken, daß er die-sen Umstand kannte, sonst hätte er gewiß Anstand genommen,Frauen den gewöhnlichen Belästigungen eines solchen Ortes bloß-zustcllen. Nicht ein Moskito oder ähnlicher Peiniger war jetzt hier,sie waren aber mit dem Wirbel, welcher den Schooner des Mexi-kaners beinahe vernichtet hätte, leewärts gegangen.
„Diese Insel ist für einige Tage ganz erträglich, Tantchen,"sagte Rosa heiter, als sie von einem kleinen Ausfluge zurückkehrte,und ihren Hut zur Seite warf, der ihr Antlitz gegen die Sonneeines heißen Klima's schützte, während er die Seeluft, die eben jetztzu wehen begann, ihre blühenden, sonnigen Wangen fächeln ließ.„Sie ist besser, als die Brigg. Das schlechteste Stückchen Landist besser, als die Brigg."
„Sage dieß nicht, liebe Rosy, soferne sie eine öde Insel ist,und sie gleicht einer solchen verzweifelt; es thut mir fast leid, daßich mich hierher wagte."
„Wir werden sie nicht mehr verlassen, Tantchen, bis wir einegute Gelegenheit finden, dieß zu thuu. Warum sollten wir nichtan Bord jenes Kriegsschiffes zu kommen suchen, und in ihm nachNeu-Uork zurückkehren, oder wenigstens seinen Kapitän bitten, unsirgendwo in der Nähe an die Küste zu bringen, und zu Land nach