296
So weit hatte der Erfolg sogar meine sanguinischsten Er-wartungen übertroffcn und ich begann jetzt die lebhafte Hoffnungzu unterhalten, daß ich nicht nur mein Leben retten, sondern auchdie Herrschaft über das Schiff wieder erlangen würde. Konnte ichdie Krisis dem Lande vollends aus dein Gesicht bringen, so warenmeine Dienste so unentbehrlich, daß ich an einem glücklichen Ausgangenicht zweifeln durfte: die Küste war sehr niedrig und schon sechs bisacht Stunden konnten mich so weit führen, vorausgesetzt, daß ich dasGallion in der rechten Direktion zu halten vermochte. Der Windnahm zu an Stärke und meiner Beurtheilung nach mochte die Krisisschon jetzt vier Knoten in der Stunde znrücklegen — ich brauchtesomit keine zwanzig Meilen, um die ganze, jetzt noch sichtbare Küsteunterm Wasser verschwinden zu lassen.
Aber jetzt war'S auch Zeit, ein Wort mit Marble zu reden,lim alles Mißtrauen cinzuschläfcrn, rief ich Smndge »ach der Ka-jütentreppe, damit er höre, was vorging, wiewohl ich mich über-zeugt fühlte, daß nunmehr, da der Dipper vom Schiffe fort war,keine Seele unter den Wilde» eine Sylbe Englisch oder überhauptnur etwas von Fahrzeugen verstand. Auf den ersten Nus kamder Steuermann an die Kajütcnthnre.
„Nun, Milcs, was gibt's?" fragte er; „was sollte die Kanonebedeuten und wer hat sie abgefcuert?"
„Alles in Ordnung, Mr. Marble. Ich löste dies Geschütz,um die CanoeS fern zu halten und mein Manöver hatte die ge-wünschte Wirkung."
„Allerdings; ich streckte eben den Kopf ans dem Kajütenfenster,denn ich glaubte, das Schiff giere ab und dachte, Ihr hättet die Hoff-nung aufgegeben und wolltet nach dem Hafen zurückkchren. Ichsah die Vollkugel zwanzig Faden vor den CanoeS das Wasser be-rühren; von dem Traubengcschoß ist einiges sogar über sie wegge-flogen. Ei, wir sind ja über eine halbe Meile vom Lande weg,mein Junge! Wird Smudge das noch länger so mit ansehen?»