zwischen beide Schiffe, ehe wir noch, auf den Raaen oben bcschäf-tigt, wahrgenommen hatten, daß beide in so entgegengesetzterRichtung auseinander liefen.
Die Nacht brach ein, bevor wir noch unser Wrack klar ge-macht hatten und dann mußten wir uns noch nach Nothspierenmnsehen, sie Herrichten, auftackeln, znlpitzen und aufhiffen. LetztereOperation wurde übrigens bis zum kommenden Morgen verschoben,denn des Tages Arbeit war hart gewesen und die Leute bedurftenin der That der Ruhe. Diese wurde ihnen denn auch um achtUhr Abends bewilligt, während unser früherer Gegner etwa eineMeile vor uns eben noch sichtbar war und dann von der ein-brechenden Dunkelheit allmählig verhüllt wurde.
Am andern Morgen zeigte sich der Horizont völlig klar: dieErschütterung in Folge der gestrigen Kanonade hatte ihn dermaßengesäubert. Es war nicht an uns, das LooS unserS Gegners unsanfechten zu lassen: wir hatten genug auf unser eigenes zu achten,denn wir mußten erst unsere Spieren aufhissen und die Raaendaran befestigen, ehe wir wieder unter Segel gehen konnten.
Wir brauchten mehrere Tage zur Ausbesserung aller unsererSchäden; da wir übrigens für eine lange Reise und zwar sehr gutausgerüstet waren, so fand sich die Krisis nach Versiuß einer Wochewieder in einem so guten Zustande, wie wenn sie kein Gefechtdurchgekämpft hätte. Die Asfaire selbst gehörte zu denen, worin sichjeder der beiden Theile je nach Belieben den Sieg zuschreibcn kannoder nicht: wir hatten jedenfalls für unser Unglück höchst sinn-reiche Entschuldigungen anzuführen, und die Franzosen waren indieser Hinsicht ohne Zweifel eben so erfindungsreich wie wir selber.
Unser Verlust belief sich auf zwei Todte und siebe» Verwundete,von denen zwei nach wenigen Tagen gleichfalls starben. Die übrigenVerwundeten genasen alle wieder, nur unser Untersteuermann, derebenfalls dazu gehörte, wurde, glaub' ich, nie mehr so rüstig, wieer früher gewesen. Ihm war eine Kartätschenkugel neben der Hüfte