Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
164
Einzelbild herunterladen
 

16 L

gelegenheiten nicht mehr zeitig genug abmachen ließen und Niemanddaran dachte, an einem Freitag absegeln zu wollen-Anno 17l>8that dies gewiß Keiner, wenn er cS irgend vermeiden konnteso bekamen wir dadurch einen Rasttag, und ich nahm deßhalb Ur-laub, um Nachmittag und Abend noch am Lande zuzubringen.

Ich machte an jenem Abend mit Ruprecht, Grace und Lucyeinen großen Spaziergangaufs Land", d. h. wir zogen über dieFelder und verfolgten diese Pfade etwas weiter als jetzt die CanalStreet reicht. Lucy und ich gingen meist neben einander und warenrecht traurig bei dem Gedanken, daß uns eine so lange Trennungbevorstavd. Die Reise konnte drei Jahre dauern; bis dorthin wurdeich nach den Gesetzen volljährig, mein eigener Herr und Lucy war«in Mädchen nahe an den Neunzehn. Schreckliche Zeiträumedruckten uns die Fristen, die wir in Aussicht hatten, und Verän-derungen so zahlreich wie die eines ganzen Menschenlebensdrohten sie mit sich zu bringen.

Bis ich zurückkomme, ist Ruprecht bereits Advokat," bemerkteich gelegentlich, während wir eben die Sache besprachen.

Ja wahrhaftig," gab das liebe Mädchen zur Antwort.Jetzt, da Du gehen mußt, MileS, bedaure ich fast, daß meinBruder nicht auf dem Schiffe seyn wird; ihr kennt euch nun schonso lange Zeit, liebt einander so warm und innig und habt schonso furchtbare Gefahren in Gemeinschaft bestanden."

O, ich will schon durchkommen Hab' ich ja doch Neb,und Ruprecht ist gewiß lieber am Land als zur See: er ist ei-gentlich zum Advokaten geboren."

Damit meinte ich blos, er verstehe sich auf Ausflüchte undhabe die Zunge auf dem rechten Fleck.

Ja, aber Neb ist nicht Ruprecht, MileS," versetzte Lucy mitBlitzesschnelle und wie mich dünkte, in etwas vorwurfsvollem Tone.

Ganz richtig ich werde Deinen Bruder gar oft und zuZeiten sogar recht sehr vermissen; was ich aber vorhin mit Neb