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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
138
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Des Volkes gesunder Sinn für das Recht war noch nicht mitMißbräuchen aller Art vertraut und eben dadurch abgestumpft wor-den; man wußte noch nichts von der feigen elenden Entschuldigungfür die Nichtvollstreckung der Gesetze, daß ja keine Seele sich darumkümmere, was die Journale sagen. Aus diesem Grunde entging ichdamals noch tausenderlei Lügen, welche wohl heut zu Tage über meineGeschichte, meinen Charakter, meine Fähigkeiten und Handlungen inUmlauf gesetzt worden wären. Aber gedruckt war ich deun doch,und ich muß gestehen, mein Schrecken war nicht gering, als ichso ohne Weiteres meinen Tod angekündigt las, während ich diephysische Gewißheit hatte, daß ich noch gesund und munter amLeben war.

Die SchiffSeigenthümer befragten mich genau über die Art undWeise, wie der John gescheitert war, und bezeugten ihre große Zu-friedenheit über meine Antworten. Jetzt brachte ich auch meinehalben Josephsstücke zum Vorschein, und verlangte gegen derenHinterlegung etwas weniger, als deren vollen Betrag von demHause zu entlehnen. Davon wollten übrigens die Herren nichtswissen, sondern drangen mir eine Hundertthalernote auf, mit demWunsche, ich möchte mir das Geld nach Gefallen ausbezahlen lassen.Da ich Clawbonny nebst einem höchst behaglichen Einkommen ,untermeinem Lee' wußte, so empfing ich die Summe ohne lange Bedenk-lichkeiten und nahm dann Abschied von den Herren der Firma.

Ruprecht und ich hatten nun Mittel in Händen, uns eine rechtartige Matrosenkleidung anzuschaffen. Nachdem dies geschehen war,verfügten wir uns nach dem Albany-Dock, um zu sehen, ob derWallingford dort vielleicht vor Anker lag.

Wir erfuhren daselbst, daß die Schaluppe eben am selben Vor-mittag abgcgangen sey und daß sie einen Schwarzen mit seinesjungen Herrn Effekten am Borde führe, einen Burschen, der, wiecs hieß, mit dem jungen Mr. Wallingford zu Canton gewesen undjetzt nach seiner Heimath unterwegs sey, um der Familie in Ulster