Sobald Kapitän DiggeS ein oder zwei Gläser Wein mit seinemalten Bekannten geleert hatte, kehrten wir nach dem Tigris zurückund die beiden Schiffe gingen sofort unter Segel — der Gangesin nordöstlicher Richtung und wir nach den Delaware-Vorgebirgen.Unter oder vielmehr fünf Meilen vom Kap Mary überfiel uns nocham selben Abend eine plötzliche Windstille; ein Lootse kam in einemRuderboote vom Kap herüber und erreichte das Deck mit Einbruchder Finsterniß.
Kapitän RobbinS konnte jetzt in seiner Ungeduld das Landenkaum mehr erwarten, da es für ihn von Wichtigkeit war, seineschlimmen Nachrichten selbst zu überbringen; aus diesem Grundehatte man mit den beiden Leuten des Lootsen die Verabredung ge-troffen, daß unser ehemaliger Kommandant, Ruprecht und ich, sospät es auch war, in ihrem Boote das Schiff verlassen sollten. Wirbeiden Jungen wurden nur mitgenommen, um noch zwei weitereRuder zu bemannen; wir sollten indessen womöglich in der Bai,und wenn nicht, so doch bei der Stadt mit dem Schiffe wieder Zu-sammentreffen.
Was Kapitän RobbinS unter Anderem auch zum Landen be-wogen hatte, das waren gewisse Vorzeichen eines NordsturmeS, aneinzelnen Windstößen aus Nordwesten erkennbar: denn kam einmalder Wind ernstlich aus jener Himmelsgegend hergestürmt, dannwußte Jeder, daß das Schiff den Fluß hinauf vielleicht eine volleWoche brauchen und die Neuigkeit ihm ganz gewiß voraus eilenwürde. Deshalb eben machten wir uns so eilig auf den Weg, in-dem wir nichts als frische Wäsche und einige nvthige Papiere mituns nahmen.
Wir hatten noch keine fünf Minuten vom Tigris abgestoßen,als uns schon der erste Windstoß aus Nordwesten begrüßte. Wirkonnten das Schiff oder vielmehr die Lichter in den Kajütenfensternnoch deutlich wahrnehmen, während dasselbe vom Winde abfiel;