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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
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Wasser. Sie hatten zwar noch so viel Brod übrig, um Leib undSeele einige Stunden länger zusammenzuhalten; dagegen warseit siebzig fürchterlichen Stunden kein Tropfen Wasser über ihreLippe» gekommen! Wie es schien, hatten sie während des Sturmszur Erleichterung des Boots ihre Waffertonnen leeren müssen undnur eine einzige für ihr unmittelbares Bedürfnis; übrig behalten.Durch einen unglücklichen Mißgriff ward diese eine schon damalshalb geleert, und Kapitän Nobbins glaubte sich so nahe bei Bour-bon, daß er nicht eher an eine Berminderung der P ortionen dachte,als bis es zu spät war. In dieser Lage hatten sie zehn Tage langdie Inseln ausgesucht, waren daran vorübergefahrcn, ohne jemalsdarauf zu stoßen, hatten mit widrigen Winden gekämpft und in denletzten paar Tagen wegen gar zu ungünstiger Witterung alle Be-obachtungen einstellen müssen, so daß es demnach kein Wunder war,wenn sie sowohl nach Länge als Breite ihren Kurs gänzlich verfehlthatten.

Ein Blick des Erkennen« und, wie mir schien, der Freude zuckteüber Kapitän Nobbins Antlitz, als ich ihm über den Bord desTigris hereinhalf er sah, er war gerettet. Er wankte stark imGehen und mußte sich mit seiner ganzen Schwere auf mich stützen.Ich wollte ihn nach hinten führen da fiel ihm aber die Oeff-nung der Springlucke und der zinnerne Topf darüber ins Auge:dorthin wandte er sich und griff mit zitternder Hand nach dem Ge-fäß. Ich reichte es ihm, wie es war; er stürzte den Inhaltetwa ein Weinglas voll Wasser auf einen Zug hinunter undstotterte dann wankend nach mehr. Jetzt aber trat KapitänDigges herzu uuv gab die nöthigen Weisungen über unser ferne-res Verfahren.

Die arme» Erschöpften erhielten ihr Wasser nur in kleinenPortionen, und wunderbar war'S zu sehen, mit welchem Entzückensie jedesmal den heißersehnten Trank begrüßten. Sobald sie dieNothwendigkeit begriffen, das Genossene, ehe sie'S verschluckten, so