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von dem ou! bono? eines solchen Buchs zu reden. Ich antwortedarauf: alles hat seine Berechtigung, was dem Geiste des Menschenbestimmte und treue Eindrücke von Ereignissen, Thatsachen der Ge-sellschaft, von Eigenthümlichkeiten gewisser BerufSartcn, oder Be-richte aus der Vergangenheit, sei ihr Gebiet das des höheren oderdes Familien-LebenS — zuführt. Nur fehle es den Gemälden nichtan Naturwahrheit, wenn sie nicht geradezu lebendige Urbilder haben.Sitten und Gewohnheiten tragen oft einen Gewinn aus unsererleichteren Lecturc davon, von welchem die Augenblicke, da er geschöpftwurde, nur wenig Ahnung hatten.
Ich glaube, der größere Theil aller uns eigenthümlichen An-sichten hat seine Wurzel in Borurtheilen, und diese rühren einfachaus der Wahrheit, daß es keinem Menschen gegeben ist, alles zusehen oder alles zu wißen. Selbst die begünstigtsten Sterblichenmüßen mehr als die Hälfte ihres WißenS auf Treu und Glaubenvon Andern annehmen, und Allen Denen, die vermöge ihrer Stellungnie daran denken dürfen, eigene Urtheile über gewisse Sphärenvon Menschen und Dingen zu gewinnen, müßen Gemälde von einerBeschaffenheit willkommen sein, welche ihnen eine beßere Kenntnisvon denselben verbürgt als sie je sonst gewonnen hätten. Eben dießist der größte Nutzen, welchen leichte Lectüre überhaupt zu gewährenim Stande ist; wenn der Autor nur Ueberschreitungen meidet, mitTreue wiedergibt, und, wie unser Freund Marble sagen würde, mitSchonung verallgemeinert, so können die Gebilde der Phantasie oftnoch mehr wirken als strenge Wahrheit.