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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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unfern Seefahrern günstig war. Als Roswcll einen Bootshakenniederließ, fand er, daß die Bai rings um ihn eine fast zolldicke Eis-rinde angesetzt hatte. Dieß verursachte ihm große Besorgniß under harrte ängstlich des anbrechendcn Tages, um sich der Lage Dag-gett'S zu vergewissern.

Und in der That, als es hell ward, sah man, daß Eis von ei-ner Dicke, welche einen Mann trug, die ganze Oberfläche innerhalbder Linie zwischen den beiden Vorbergen bedeckte! Daggett undseine Leute waren bereits beschäftigt, sich mit der Säge Bahn zubrechen. Sie mußten lange vor Tagesanbruch das Unheil geahnthaben, denn der Schooncr war nicht nur des Grundes klar, sondernstand schon auf eine volle Kabellänge außerhalb der Bucht.

Gardiner faßte mit seinem Fernrohr das Gehaben Daggett'sund seiner Leute in das Auge und ließ dann alle seine Leute aus-rufen. Der Koch war bereits in der Kambüse und ein warmesFrühstück stand bald bereit. Als dieses eingenommen war, wurdendie zwei Wallfischbootc niedergelassen, NoSwcll und Hayard ru-derten so weit, als es das Eis zuließ, aus das eingeschlosseneSchiff zu, den übrigen Thcil des Weges legten sie mit dem größ-ten Theile der Mannschaft, die eine Säge mitgenommen hatte, zuFuß zurück.

Vielleicht war es ein Glück für Daggett, daß der Wind baldfrisch aus Norden zu blasen begann und eine ziemlich schwere Seein die Bai schickte, welche das Eis rasch brach und das VineyarderSchiff in den Stand setzte, sich durch die Eisschollen zu drängen,so daß es gegen Mittag seinen Gefährten erreichte.

Roswell freute sich, als er wieder an Bord seines Schiffes war,er ließ sofort die Segel vom Winde fassen, entschlossen, auf jedeGefahr hin aus dem engeren Wasser zu laufen. Die Erfahrung derletzten Nacht hatte ihn gelehrt, daß sic zu lange in der Bucht ge-blieben waren. Daggett folgte willfährig, aber doch nicht so eifrig,