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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Da wo die Schooner in diesem schrecklichen Angenblicke stan-den, waren die Eisinseln nicht so breit, aber ganz so hoch undfolglich leichter in Bewegung zu setzen. Während das ganze Rund-gemälde wankte und wogte, und die Zinnen, Mauern, Bogen undAlles von Grund aus zu schwanken schienen, kam eine Woge rei-ßend die Wasserstraße nieder, hob die Schooner wenigstens fünfzigFuß in die Höhe und warf fie dann wie Kork volle hundert Schritterückwärts. Andere Wellen, obgleich nicht so hoch und gewaltig,folgten, dann wurde das Wasser allmälig wieder so ruhig wievorher.

Das war ein Erdbeben," rief Daggett.Jener Vulkan hatsich ohne Zweifel Lust gemacht und das Gas hat die Felsen unterder See gesprengt."

Nein, nein," antwortete Stimson vom Vorderkastell seinesSchooners,das ist's nicht, Kapitän Daggett. Einer jener Bergeist übergestürzt, wie ein Wallfisch, der sich überschlägt, und dießhat die anderen Berge erschüttert."

Dieß war die richtige Erklärung, und nur ein so erfahrenerRobbenjäger konnte auf diesen Gedanken kommen. Es ist jedochein Begebniß, das auf dem Eise nicht selten vorkommt, und gegenwelches man sich zu wahren hat.

Wenn die Eisberge sich in Folge der Fröste oder auch derSonncnwärme von ihren ursprünglichenAnkerplätzen" lösen, glei-chen sie, wie gesagt, dem Tafelland und haben regelmäßige Um-risse, diese Gestalt verliert sich jedoch durch die Einwirkung derWellen auf Eis von sehr verschiedenen Graden der Festigkeit, dennein Theil besteht aus gcfrornem Schnee, ein anderer aus der Feuch-tigkeit, welche sich in Nebelhorn: aus der Lust niederschlägt, und einanderer aus reinem gefrorncm Wasser. Der erste schmilzt amfrühesten, und ein Berg, weicher eine Zeit lang mit einer und der-selben Seite den Strahlen der Sonne bloßgestellt, dahin treibt,verliert bald sein Gleichgewicht und neigt sich dem Horizonte zu.