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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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begriffen. Die unerfahrenen Matrosen waren am wenigsten besorgt,dennsie wußten nichts und fürchteten nichts," wie sich der ächteThecr wohl ausdrückt, wenn er ans die Gleichgiltigkeit der Schiffs-jungen nnd Landmenschcn anspielen will.

Nach den Berechnungen Derer am Bord des Seelöwen vonOystcr-Pond hatten sie eine Strecke von ungefähr zwei Meilen vorsich, ehe sie in'die Brandungen traten. Nach allem Anschein warensie auf dem besten Gang, und dieß war der frühere, welcher sie indiese Art Bucht geführt hatte. Es wäre jetzt sehr gefährlich gewe-sen, das Schiff zu wenden, denn jeder Zoll Raumes war von dergrößten Wichtigkeit.

Gardiner hegte die stille Hoffnung, sie fänden vielleicht die Ein-fahrt von Currituck, welche damals noch offen war, jetzt aber, wennwir nicht irren, durch den Sand theilweise oder ganz geschloffen ist.Dieß begibt sich oft an der amerikanischen Küste, wo Schiffe vonnicht zu schwerer Dracht tu diesem Jahre eine leidliche Einfahrtfinden, während diese im nächsten ganz vermacht und in sichtbaresGestade umgewandelt ist. Die Wasser drinnen rühren sich dann,brechen heraus und bilden einen Kanal, welcher offen bleibt, biseine Reihenfolge von Stürmen die Sandmassen von außen cher wie-der aus sie schleudert.

Gardincr wußte wohl, daß er sich, iu einem Sinne wenigstens,an dem gefährlichsten Theil der amerikanischen Küste befand. Dielaunenhaften Engen, welche sich innerhalb der langen Sandküstenhinziehen, machen die Schifffahrt ebenso schwierig, wie die Sand-bänke weiter nördlich, dennoch wäre er lieber in einer dieser Engengewesen, als daß er außerhalb derselben vor Brandungen hielt.

In Bezug auf die beiden Schooner war der von Vineyard nochziemlich am besten daran, denn er stand fast eine Kabellänge wind-wärts, und also um so viel weiter von dem Untergang entfernt.Der Unterschied war jedoch nicht sehr bedeutend, wenn der Sturmfortwüthete, denn in diesem Falle war keines von beiden zu retten.