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warten lassen. Dieser junge Gar'ner thut Alles wie im Sprungeab. Es war gar nicht nöthig, sich so zu beeilen, aber er scheintimmer mächtige Eile zu haben."
„Thue sogleich, was gethan werden muß, und dann ruhe, istdes Matrosen Regel, Decan," versetzte der Seemann. „Stürme,und Böen, und Einrcffen, und Anholen und Segelhissen wartennicht, bis der Matrose Zeit und Lust hat. Seine Arbeit mußsogleich abgcthan werden, oder sie wird nie abgethan. Ich sürchtemich nicht vor dem Doktor, und so mag er kommen, wann cs ihmbeliebt. Die Arznei schadet keinem Menschen etwas, wenn er sienicht nimmt."
„Ich wünschte Euch aus etwas ausmerksam zu machen, Dag-gett, ehe der Doktor kommt. Zn vieles Reden möchte Euch anfre-gen, besonders wenn Ihr von Dingen sprecht, welche Euch amHerzen liegen; auch würdet Ihr ihm einen falschen Begriff vonEnerm Zustande bcibringen, wenn Ihr durch zu vieles StedenEnern Puls beschleunigtet und das Blut in Euer Gesicht treibt."
„Ich verstehe Euch, Decan; — mein Geheimnis, ist mein Ge-heimnis, und kein Doktor soll cs ans mir hcrausbringen, so langeich weiß, was ich spreche. Ich bin kein so großer Freund von denDoktoren, um mich bei ihnen Raths zu erholen."
„Dann ist heute Sabbat," setzte der Pharisäer binzu, „undes will sich nicht ziemen, daß man an dem Tage des Herrn zu sehrbei weltlichen Dingen verweilt."
Nach dem, was sich begeben hatte, mochte ein Neuling sichnicht wenig über die ungemeine Ruhe gewundert haben, mit wel-cher der Decan diese Worte verbrachte. Daggett war aber nichtsweniger als erstaunt, er hatte die Tiefe des Gewissens seines neuenBekannten ermessen und lange genug gelebt, um zu wissen, wieweit Bethcuerungcn und Handlungen von einander abwcichen.
In der That findet man nur zu viele Menschen, welche dasbei Anderen tadeln, was sie sich jeden Augenblick erlauben, die