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wohnheitsmäßige Streben nach Ersatz ist so charakteristisch, daßselbst die Sprache davon angcsteckt worden ist. Wenn znm BeispieleJemand in Folge einer Einladung einige Monate bei einem Frenndehinbringt, so heißt dieser Besuch ein „Einmiethcn", denn mannimmt es als sich von selbst verstehend an, daß er in irgend einerWeise bezahlt. In der That möchten wir kaum Jemand, der einigeZeit in einem Hanse Neu-Englands hingcbracht hat, ratbcn, sichzum Abschiede anzuschicken, bevor er bereit ist, seine Micthc zu be-zahlen. Der freie, offene Verkehr zwischen Fremden und Verwand-ten, welcher in anderen Gegenden vorherrscht, ist hier fast unbekanntund Alles hat seinen Preis. Diese Sitten sind für den, welchermit anderen Ansichten erzogen ist, sehr abstoßend; doch gewahrtman auch Eigenschaften, welche jene Untugenden ansglcichcn, unddie wir bei einer passenden Gelegenheit hervorznhebcn bemüht seinwerten.
Mary hatte keine Ahnung von der wahren Lage der Dinge;aber Gewohnheit, oder Geiz, oder eine unbestimmte Ahnung, dasMädchen könne eine Ehe cingchen, welche den Decan in den Standsetzte, alle seine Auslagen zurückznsordcrn, hatten ihn veranlaßt,nie einen Cent für ihre Erziehung, Kleidung oder Vergnügungenirgend einer Art hcranszugcbcn, ohne ihr die Summe regelmäßigin dem gottlosen Hefte, weiches er sein „Tagebuch" nannte, zurLast zu schreiben. Von Selbstachtung und den Gefühlen, welcheeinen Ehrenmann abhaltcn, sich mit solchen Handelskniffen zu be-fassen, wußte der Decan nichts. Er würde Jeden für einen Narrenerklärt haben, welcher auf solche nncinträgliche Ansichten hingedeutethätte. Bei ihm hatte nicht nur jeder Mensch, sondern auch jedesDing „seinen Preis", und gewöhnlich war cs auch ein guterPreis.
In dem Augenblicke, mit welchem unsere Erzählung beginnt,standen in diesem Buche zu Lasten seiner argwohnlosen, liebevollenNichte Posten für Schulgeld, Kleider, Kost, Wohnung und Taschen-