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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
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719
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Fünf und dreyßigstes Kapitel.

während der Verwaltung der Königin Melisende, so sehrdiese männliche Frau das Reich mit Weisheit und Kraftregierte, traf gleichwohl ein großer Verlust das christlicheVolk. Die Grafschaft Edessa, das bisherige Bollwerk derchristlichen Länder in Syrien wider die Macht von Mosulund Bagdad, wurde verloren.

Seit den Unternehmungen des Athabeken Zenki nachdem verunglückten Heerzuge des Kaisers Johannes widerHaleb und Schaisar, waren die Christen nur durch einzelneStreifzüge des Emirs Savar beunruhigt worden, wofür siegewöhnlich sich durch die Verwüstung des Landes von Halebrächten. Die christlichen Kämpfer ängstigten nicht mehr,wie zu der Bocmunde und Tankred's Zeiten, die Heidendurch stete Angriffe, waren nicht mehr unermüdlich, wieehemals bemüht, das Reich des katholischen Glaubens zuerweitern. Stillstand im Erobern war der erste Schrittzum Untergange der Herrschaft der abendländischen Christenüber Syrien.

Die Unthätigkeit des Athabeken war den Christen'ver-derblicher als der blutigste Krieg. Denn die Pilgerfürsten,als sie seltner gegen die Heiden zu kämpfen hatten, strittendesto heftiger wider einander; besonders kamen die Mißhel-