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„Miß Temple," begann er, denn in seinem Benehmen zeigtesich keine Spnr mehr von der frühen; Wildheit — „Miß Temple,ich habe mich vergessen; ich habe Ihrer vergessen. Sie haben denEntschluß Ihres Vaters vernommen, nnd ich verlasse noch diesenAbend das Haus. Von Ihnen aber wenigstens möchte ich inFrieden scheiden."
Elisabeth erhob langsam ihr Antlitz, über das sich ein flüch-tiger Ausdruck der Trauer hinstahl; als sie aber ihren Sitz verließ,leuchtete» ihre Angen wieder von dem gewöhnlichen Feuer; ihreWange brannte, und ihre ganze Haltung schien einem anderenWesen anzngchören.
„Ich vergebe Ihnen, Edwards, nnd mein Vater wird Ihnengleichfalls vergeben," sagte sie, als sie die Thüre erreicht hatte.„Sic kennen uns noch nicht, aber die Zeit wird wohl kommen,wo Sie Ihre Ansichten wechseln werden."
„Ueber Sie? Niemals!" unterbrach sie der Jüngling. „Ich—"
„Ich will spre ch e n, Sir, und nicht h ö r e n. Es liegt Etwasin dieser Sache, was ich nicht begreife; aber sagen Sie Leder-strumps, daß er in meinem Vater nicht blos den Richter, son-dern in uns Beiden auch Freunde vor sich hat. BeunruhigenSie den alten Mann nicht unnöthiger Weise durch eine Erzäh-lung des eben stattgehabten Vorgangs. Er hat die gerechtestenAnsprüche an uns, und sic sollen durch das, was Sic gesprochen,nicht gemindert werden. Herr Edwards, ich wünsche Ihnen Glückund wärmere Freunde."
Der Jüngling wollte noch reden, aber sie verschwand soschnell durch die Thüre, daß er, als er in die Hausflur trat,nirgends mehr etwas von ihr erblicken konnte. Er blieb einenAugenblick wie betäubt stehen; dann stürzte er aus dem Hanseund schlug, statt Marmadnke ans sein Zimmer zu folgen, unmit-telbar den Weg nach der Hütte der Jäger ein.