387
„Dort liegt eines. Was haltet Ihr von einem solchen Braten?"
„Was?" rief Hiram. „Das ist ja der Hnnd des Richters, deralte Brave! Seht Euch vor, Lederstrnmpf, und macht den Richternicht zn Eurem Feinde. Ich hoffe nicht, daß das Thier durchEuch zn Schaden gekommen ist?"
„Sperrt die Augen auf, Meister Dvolittle," erwiederte Natty,indem er sein Messer aus dem Gürtel zog und es einige Maleauf seinen hirschledernen Hosen hin und her zog. „Sieht dieserHals hier ans, als ob ich mein Messer daran versucht hätte?"
„Er ist schrecklich zerrissen! eine fürchterliche Wunde! So Etwaskann kein Messer thnn. Aber woher mag das rühren?"
„Von den Panthern hinter Euch, Squire."
„Panthern?" wiederholte Hiram, 'indem er sich mit einer Be-hendigkeit, die einem Tanzmeister Ehre gemacht haben würde, aufdem Absap umdrehte.
„Seid ruhig, Mann," sagte Natty; „da sind zwei solcher heil-losen Bestien: aber der Hnnd hat der einen den Garaus gemacht,und den Rachen der andern habe ich für immer geschloffen. Ihrbraucht Euch daher nicht zu fürchten, Squire; sie können Enchnicht mehr beißen."
„Und wo ist der Hirsch?" rief Hiram, mit wirren Blicken umsich sehend.
„Welcher Hirsch?" entgegnete Natty.
„Ei, ist nicht von Wildpret die Rede gewesen, und habt Ihrnicht einen Bock geschossen?"
„Warum nicht gar! Ist das nicht durch das Gesetz verboten?"erwiederte der alte Jäger. „Oder gibt es vielleicht auch ein Ge-setz, welches das Erlege» eines Panthers verbietet?"
„Nein; es steht sogar ein Preis auf ihren Skalpen; — aber— sind denn Eure Hunde ans Panther dressirt, Natty?"
„Ans Alles; ich habe Ench ja vorhin gesagt, daß sie sogar ansden Mann gehen. Heran, heran, Jungen-"
25