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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
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Ich habe Tag meines Lebens nie in einem Buche gelesen,"entgegnete Lederstrnmps;und wie sollte ein Mann, der nur in denStädten gelebt hat, etwas von den Wundern der Wälder wissen?Nein, nein, Junge; jener kleine Waldstrvm spielte unter den Ber-gen seit der Schöpfung der Erde, und kein Dutzend weißer Men-schen hat ihn je gesehen. Der Fels bildet zu beiden Seiten desFalles, wie ein Gemäuer, eine Halbrundnng, und in einer Weitevon fünfzig Fußen von dem Boden ab steht ein Gesims über demandern; saß ich dann am Fuße des ersten Aufpralls, so sahenmeine Hunde nicht größer als Kaninchen ans, wenn sie in dieHöhlen hinter dem Wassergusse hinunter liefen. Meiner Ansichtnach, Junge, ist dies; der schönste Anblick, dem ich je in denWäldern begegnet bin, und ich darf wohl sagen, daß Niemandweiß, wie oft sich die Hand Gottes in einer Wildniß blicken läßt,wenn er nicht ein Menschenalter darin zngebracht hat."

Was wird aus dem Wasser? In welcher Richtung läuft es?Zahlt es dem Delaware seinen Tribut?"

Wie?" fragte Natty.

Fließt das Gewässer in den Delaware?"

Nein, nein; es ist ein Tropfen für den alten Hudson, und hateine lustige Zeit, bis er sich durch das Gebirge Bahn gebrochen.Ich habe manche lange Stunde ans einem Felsvorsprunge gesessen,Junge, und während ich die an mir vorbeischießenden Wasserblasenbetrachtete, machte ich mir so meine Gedanken", wie lange es wohlanstehen dürfte, ehe dieses Wasser, welches für die Wildniß ge-macht zu sein scheint, den Kiel eines Schiffes bespühlt, und mitden Wogen des Salzwassers nmhertreibt. Die Stelle ist sehr ge-eignet, einen Menschen feierlich zu stimme». Man kann geradein das Thal hinunter sehen, das östlich von der Hochspitze liegt,und wo im Herbst tausend und aber tausend Morgen Waldes inihren, gleich zehntausend Regenbogen, wechselnden Farben dieSeiten der tiefen Gebirgseinschnitte bekleiden. Das ist ein