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Zwanzigstes Kapitel.
Fort, zögern wir nicht länger beim Gesang,Denn mancher steile Pfad steht uns bevor,
Byron.
^Ait dcm allmähligen Eintritt des Frühlings begannen auchdie nngehenren Schncemassen, welche dnrch den Wechsel von Frostund Thanwctter nnd dnrch wiederholte Stürme eine ungemeineFestigkeit erhalten hatten, dem Einflüsse milderer Winde nnd einerwärmeren Sonne zu weichen. Hin nnd wieder schienen sich sogardie Pforte» des Himmels zu öffnen und ihre milde Luft über dieErde zu ergießen, um die beseelte und die leblose Natur ans ihremWinterschlafe zu wecken, so daß, wenn auch nur für wenigeStunden, dem Auge die Heiterkeit des Lenzes von jedem Feldeentgegen lächelte. Dann übten aber wieder die schneidendenNordwinde ihren ertödtenden Einfluß auf die Gegend, und schwarze,düstere Wolken, welche die Strahlen der Sonne anffiugeu, ließenden Wechsel um so schmerzlicher empfinden. Diese Kämpfe derNatur wurden täglich häufiger, während die Erde, gleichsam dasOpfer des Streits, langsam den heitern Schmuck des Wintersverlor, ohne den des Frühlings zu gewinnen.
Mehrere Wochen wurden in dieser nnlnstigen Weise zngebracht,während welcher die Einwohner des Striches allmählig die Ge-schäfte des Winters mit den mühsameren der folgenden Jahres-zeit vertauschten. Im Dorfe drängte» sich nicht mehr fremdeGäste; der Handel, der in den letzten Monaten die Läden belebthatte, begann flau zu werden; die Landstraßen verwandelten ihreglänzenden, festgetretcnen Schncerindcn in einen fast unwegsamenKoth, und ließen nichts mehr von den heiteren und lärmenden Rei-senden blicken, die sich den Winter über mit ihren Schlitten dar-auf getummelt hatten, — mit einem Worte, Alles schien auf eine