Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

199

Sinne des Indianers zu sammeln, da derselbe nunmehr das Ge-sicht den Umstehenden zuwandte, und seine Blicke aufmerksam ansden Richter heftete. Er schüttelte sein Haupt, strich sich dasHaar aus der Stirne, und ließ ein Paar Augen gewahr werden,die von dem Feuer wilder Rachelnst erglühten. Der Indianerwar ganz nmgewandelt: seine Hand schien eine» vergeblichenVersuch zu machen, den Tomahawk hervorzuholcn, der mit demHandgriffe in seinem Gürtel stak, während seine Blicke allmäh-lig wieder einen leeren Ausdruck annahmen. Richard stellte indiesem Augenblick einen Becher vor ihn hin, während sich ebenseine Züge in das Grinsen des Blödsinns verzerrten. Er ergriffdas Gefäß mit beiden Händen, trank es, auf der Bank znrück-gelehnt, bis auf die Neige ans, nnd versuchte sodann, es mitder Unbeholfenheit totaler Betrunkenheit bei Seite zn stellen.

Kein Blutvergießen!" rief der Jäger, als er den vorüber-gehenden Ausdruck der Wildheit in den Zügen des Indianers ge-wahrte.Doch er ist betrunken, und kann keinen Schaden thnn.So geht es mit allen Wilden! Gebt ihnen Branntwein, nnd siemachen sich selbst zn Hunden. Doch sei's drum die Zeit wirdnichtsdestoweniger kommen, wo Gerechtigkeit geübt wird. Wirmüssen nur Geduld haben."

Da Natty dies; in der Sprache der Delaware» laut werdenließ, so wurde er natürlich von Niemand verstanden. Er hattekaum ausgesprochen, als Richard rief

Nun, der alte John ist zeitig fertig geworden. Gebt ihmQuartier in der Scheune, Kapitän, nnd laßt mich für die Be-zahlung sorgen. Ich bin heute Abend reich, zehnmal reicher alsDuke mit allen seinen Ländereien, Kapitalbriefen, Wechseln nndRenten

Fort, fort mit allen Grillen,

Und fort mit den Stillen

Das; Sorgen nickt streuen die silbernen FlockenZu frühe in unsere dunkclen Locken.