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redsamkeit halten hörte, ohne daß ihm dabei die Mithilfe einesweißen batistenen Tnches zn Gebot gestanden wäre.
In dem gegenwärtigen Falle sah er der Menge seiner Zu-hörerschaft Manches nach; und als er mit seiner Rede zn Endekam, war auch nicht Einer in der ganzen Versammlung, dem dieFeierlichkeit nicht weniger päpstlich und anstößig, und weit mehrim Einklänge mit seinen eigenen Begriffen von wahrer Andachterschienen wäre, als man ihm von einem Formengvttesdiensteglauben gemacht hatte.
Richard erblickte in dem Geistlichen während des ganzen Abendseinen äußerst mächtigen Verbündeten für die Ausführung seinerreligiösen Entwürfe. Herr Grant hatte sich in seiner Predigt be-müht, die Mittclstraßc zwischen den mystischen Doctrinen jenersublimen Glaubensbekenntnisse, welche ihre Bekenner ohne Unter-laß in die abgeschmacktesten Widersprüche verwickeln, und denüblichen Vorschriften einer sittlichen Lebensnorm zu halten, welcheunseren Erlöser in eine Reihe mit den Moralpredigern frühererund späterer Jahrhunderte stellen. Er mußte allerdings über Dog-men predigen, da sonst der Contrvverssncht seiner Zuhörer nichtgedient gewesen, und ein Schweigen in dieser Hinsicht für einestillschweigende Anerkennung der Oberflächlichkeit seines Glaubens-bekenntnisses genommen morden märe. Wir haben bereits gesagt,daß die Ansiedler bei der Unzahl ihrer verschiedenen Religionslehrergewohnt waren, von jedem Glaubensbekenntnisse bestimmte, unter-scheidende Lehrsähe zn verlangen, und eine Gleichgültigkeit in dieserHinsicht hätte ans einmal den ganzen Einfluß des Geistlichen ver-nichtet. Aber Herr Grant verband die allgemein anerkanntenLehrbegriffe der Christusreligion so glücklich mit den Dogmenseiner eigenen Kirche, daß wohl Keiner von seinen Gründen un-bewegt blieb, und nur Wenige an der Neuerung Anstoß nahmen.
„Wenn wir betrachten, wie verschieden sich der Charakter desMenschen unter dem Einfluß der Erziehung, der Verhältnisse und