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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
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seine Kräfte allzuhoch anznschlagen; er behandelte jedoch Brand-wunden mit Oelen nnd Salben, riß schadhafte Zähne mit devWurzel ans, nnd hatte die Hiebwunden zahlloser Holzfäller mitbeträchtlichem Eelat wieder znsammengenäht, bis einmal einemunglücklichen Taglöhner durch den Umsturz eines Baumes ein Beinzerbrochen wurde. Bei dieser Gelegenheit wurden die Nervennnd das moralische Gefühl unseres Helden in einer Weise heim-gesucht, wie er cs vorher nie erlebt hatte. In der Stunde devNoth ließ er sich jedoch nie vergeblich suchen. Die meisten Am-putationen, die in diesen neuen Niederlassungen gerade nicht zuden Seltenheiten gehören, wurden durch einen Praktiker vorge-nommen, der sich von Anfang an eines großen Rufes erfreute, unddiesem Umstande eine Menge von Erfahrungen zu danken hatte,die cs ihm möglich machten, seinen Ruhm zu verdienen. Elna-tha» war bei einer »der zweien dieser Operationen zugegen gewe-sen. Da nun bei dem gegenwärtigen Anlässe der erfahrenereWundarzt nicht zu haben war, so fiel dieses Geschäft natürlichdem Dvktvr Todd anheim. Er ging daher mit einer Art blinderVerzweiflung an's Werk, obgleich er es nicht unterließ, in sei-nem Aenßern wenigstens die Würde des geschickten Arztes zu be-wahre». Der Name des Patienten war Milligan, derselbe, denwir bereits Richard nennen hörten, als er des Beistandes er-wähnte, den er bei Gelegenheit einer Amputation dem Doktordurch Halten des Beines geleistet hatte. Das Glied wurde auchwirklich abgetrcnnt, und der Kranke überlebte die Operation.Zwei oder drei Jahre fuhr aber der arme Milligan fort, sich zubeklagen, daß man sein abgenommenes Bein in einem zu engenBehälter begraben hätte, so daß dasselbe eingezwängt würde, denner fühle deutlich den Schmerz ans dem begrabenen Bruchstückenach den gesunden Gliedern hinanfschießen. Marmadnke meinte,der Grund werde in den Arterien nnd Nerven liegen; aberRichard, der die Amputation theilweisc für sein eigenes Werk hielt.