Einleitung.
Da sich die gegenwärtige Schrift bereits auf dem Titelblatteals ein Zeitgemälde ankündigt, so wird es denen, welche sichdie Muhe nehme», dieselbe zu lesen, nicht unwillkommen sein,zu erfahren, was von ihrem Inhalte buchstäbliche Wahrheit, undwas die Beigabe des darstellenden Dichters ist. Der Verfasserfühlt wohl, daß er ein weit besseres Buch hätte zu Standebringen können, wenn er sich ausschließlich auf die letztgenannteThätigkeit beschränkt hätte, da bei solchen literarischen Erschei-nungen das freie Walten der Phantasie immer die lebhaftestenEindrücke hervorbringt. Aber bei der Schilderung von Scenenund vielleicht auch von Charakteren, die ihm in seiner Jugendvertrant geworden waren, konnte er der Versuchung nicht wider-'stehen, lieber das zu zeichnen, was er mit leiblichen Augen ge-sehen, als das, was vielleicht nur der geistige Blick geschauthaben mochte. Ein allzu starres Festhalten an der Wahrheit,so unerläßlich sie auch für die Geschichte und für Reisebeschrei-bungen ist, zerstört den Zauber der Poesie; denn was dem Geistedurch die Letztere vorgeführt werden soll, nimmt sich weit besserin Entwickelung von Grundsätzen und Charakteren, welche ihremBereiche entnommen sind — ans, als in einem allzu ängstlichenHaften an wirklichen Vorbildern.
Da New-Iork nur Einen Bezirk Otsego, und der Susqnehannah
Die Ansiedler.